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Bäckerei-Café „Brotzeit“ in Kirchditmold muss saniert werden

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Von: Axel Schwarz

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Derzeit geschlossen: Das Bäckerei-Café „Brotzeit“ der Filialkette Amthor an der Loßbergstraße.
Derzeit geschlossen: Das Bäckerei-Café „Brotzeit“ der Filialkette Amthor an der Loßbergstraße. © Bastian Ludwig

Wasserschaden im Bäckerei-Café „Brotzeit“: Die Arbeiten in der Kirchditmolder Amthor-Filiale werden voraussichtlich sechs Wochen andauern.

Kirchditmold – Für die Betreiber ist es eine Hiobsbotschaft, und ebenso für viele Cafébesucher und Bäckereikunden an der Schnittstelle von Kirchditmold und Harleshausen: Nicht mal ein Jahr nach der Eröffnung im Neubau an der Ecke Haferpfad und Loßbergstraße muss das geräumige Bäckerei-Café „Brotzeit“ komplett ausgeräumt und saniert werden. Das wird voraussichtlich annähernd sechs Wochen dauern. Grund ist ein größerer Wasserschaden.

Dessen Beseitigung hat mit dem Jahreswechsel begonnen. Seither stehen Kunden vor verschlossenen Türen und bemerken neben einem erklärenden Aushang auch Baucontainer und Handwerkerfahrzeuge. „Die Arbeiter haben schon begonnen, den gesamten Fußboden aufzustemmen“, erläuterte auf HNA-Anfrage Nils Schäfer, Marketingmann bei der Hofgeismarer Bäckerei-Filialkette Amthor, die den Kirchditmolder Standort als eine von 17 Filialen betreibt.

Nach Schäfers Angaben sind erste Anzeichen der Bescherung bereits Ende Oktober vorigen Jahres aufgefallen – durch einen merkwürdig muffigen Geruch im Sanitärbereich des Erdgeschosses. Man habe dann sogleich Fachleute zur Ursachenermittlung hinzugezogen und sei zunächst davon ausgegangen, dass sich der Schaden auf die Sanitärräume beschränkt. Deswegen, so Schäfer, sei für Kunden und Mitarbeitende vorsorglich der Toilettencontainer besorgt worden, der seit einiger Zeit vor der Bäckerei auf dem Parkplatz steht.

Kirchditmolder „Brotzeit“: Wasseranschluss vermutlich Grund für Schaden

Es ergab sich dann aber ein anderes Bild, nachdem ein Gutachter die eigentliche Ursache des Schadens entdeckt hatte: In der Etage über der Bäckerei, so Schäfer, sei in dem Neubau „ein Wasseranschluss nicht richtig verbaut worden“ mit der Folge, dass austretende Nässe sich in Zwischenräumen gestaut hat und dann durch die Wände nach unten bis in die Fundamente unter dem Bäckerei-Fußboden gesickert ist.

Dadurch ist laut dem Vertreter von Amthor ein Schaden in mittlerer sechsstelliger Höhe entstanden, der nur durch eine radikale Sanierung zu beseitigen sei. „Das wäre im laufenden Betrieb nicht gegangen, wir mussten die komplette Einrichtung ausräumen“, sagte Schäfer. Eine Ladenbaufirma habe selbst die Thekenanlage für die Sanierung ausgebaut. Der Fußboden müsse fünf Zentimeter tief aufgestemmt werden, um die Gebäudesubstanz trocken zu bekommen.

Bäckerei-Café soll schon im Februar wieder öffnen

Dabei sei es noch ein glücklicher Umstand, dass das Malheur relativ früh entdeckt worden sei, so Nils Schäfer. Für die nun erforderlichen kostspieligen Sanierungsarbeiten trete freilich eine Versicherung ein – und ebenso für den Verdienstausfall der etwa zehn Filialbeschäftigten, die bei allem Ungemach nun den unverhofften Vorteil hätten, quasi bezahlten Urlaub zu bekommen. Alle würden ausgesprochen regen Anteil an der Sache nehmen und hoffen, dass das Bäckerei-Café bald wieder in Betrieb gehen kann.

„Wir haben in Kirchditmold einfach ein sehr tolles Team“, sagte Schäfer. Da am Bau bisher alles gut laufe, würden Kunden wohl „Mitte, spätestens Ende Februar“ in der auch sonntags geöffneten Filiale wieder einkaufen und ihren Kaffee genießen können.

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