1000 Jahre Kirchditmold

Ein Stadtteil feiert sich

Im Jahr 1015 wurde Kirchditmold erstmals schriftlich erwähnt. Dieser Hinweis findet sich in der von Ekkebert von Hersfeld  zwischen 1074 und 1088 verfassten Lebensbeschreibung des als Heiligen verehrten Wanderpredigers Heimerad.

1000 Jahre schriftliche Ersterwähnung feiert Kirchditmold vom 17. bis 19. Juli mit Festveranstaltung und Festgottesdienst sowie dem zweiten Kirchditmolder Sommertreff. Veranstalter sind der Bürger- und Heimatverein Kassel-Kirchditmold e.V. der Ortsbeirat Kirchditmold sowie die Evangelische Petrus-Kirchengemeinde Kassel.

In diesen Tagen sollten jedoch auch die Schaufenster der örtlichen Einzelhändler mit besonderer Aufmerksamkeit beachtet werden: Viele Geschäftsleute würdigen das Jubiläum mit einem extra aufgelegten Gewinnspiel, dessen Auslosung am 18. Juli stattfinden soll.

Beliebter Wohnort

Der Kasseler Stadtteil Kirchditmold ist ein begehrter Wohnort mit historischem Ortskern, urbanen Bereichen und viel Natur. Dazu gehören der Habichtswald, unterschiedliche Wohnsiedlungsformen, der alte Dorfkern mit Kirche und vielen Geschäften.

Mit der Eingemeindung Kirchditmolds in die Stadt Kassel im Jahr 1906 erlebte der Ortsteil einen Bauboom, zusätzlich angeregt durch die neue Straßenbahnlinie von der Innenstadt zur Hessenschanze. Es entstanden neue Straßenzeilen mit Mietwohnungen, aber auch Einfamilienhäuser mit Gärten.

Zähjenböcke

Der Spitzname der Kirchditmolder „Zähjenböcke“ kam wohl auf, als die Bauern Ende des 19. Jahrhunderts ihr Land an die wachsende Stadt Kassel verkauften, in die Dienste als Handwerker oder Arbeiter traten und die Landwirtschaft reduzierten auf Kleinvieh – wie eben Ziegen.

1000 Jahre Kirchditmold – das Programm

Freitag, 17. Juli, 18 Uhr:  Auftaktveranstaltung 1000 Jahre Kirchditmold im Gemeindehaus Kirche Kirchditmold, Schanzenstraße 1 (Festvortrag „Der heilige Heimerad, ein Wanderprediger der Jahrtausendwende zwischen Rom, Jerusalem und Nordhessen“ von Dr. habil. Thomas Benner, Pfarrer der Ev. Petrus-Kirchengemeinde Kassel und Kirchenhistoriker, sowie Ausstellung alter Ortsbilder

Freitag, 17. Juli, 16 Uhr:  Stadtteilerkundung – ein neues Gesicht für das Bardeleben-Quartier

Treffpunkt: Nachbarschaftshilfeverein Hand in Hand e.V., Zentgrafenstraße 86.

Fünf Bauabschnitte, 10 Jahre, 12,5 Mio. Euro, ein großer Wurf: Die Schaffung eines familienfreundlichen und für alle Generationen offenen Wohnumfeldes mit bezahlbaren Mieten: Im Quartier rund um Bardeleben- und Dalwigkstraße setzten die Vereinigten Wohnstätten 1889 eG im Verlauf eines Jahrzehnts ein zukunftsfähiges Konzept um.

Zusammen mit dem Bürger- und Heimatverein lädt die 1889 und Hand in Hand e.V. interessierte Bürger zu einer Stadtteilerkundung dieses Bereichs ein.

Samstag, 18. Juli, ab 14 Uhr: Zweiter Kirchditmolder Sommertreff im Kapellenweg unter anderem. mit Vorführungen des Sportvereins VfL und der Dance Company des Zissel Kassel e.V. mit „König der Löwen“, gemeinsamem Singen, Info-Ständen, Essen und Trinken und vielem mehr.

Samstag, 18. Juli, ab 13 Uhr: Führung durch den Ortskern Kirchditmolds, Treffpunkt: Kirche Kirchditmold, Schanzenstraße 1, Bürger- und Heimatverein Kassel-Kirchditmold e.V. angeboten. Die Teilnahme ist kostenlos.

Sonntag, 19. Juli, 11 Uhr:

Abschlussveranstaltung in der Kirche Kirchditmold, Schanzenstraße 1, Festgottesdienst um 11 Uhr, anschließend gemeinsames Essen (pcj)

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