Unmut über lange Wartezeiten

Kreuzung Christbuchenstraße / Harleshäuser Straße: Klagen über Ampelschaltung

Kassel. Seit Jahren gibt es Kritik an der Verkehrssituation im Kreuzungsbereich Christbuchenstraße und Harleshäuser Straße.

Die dortige Ampelanlage ist mit einer Bedarfsschaltung versehen, was lange Wartezeiten für Fußgänger, Radfahrer und Linksabbieger bedeutet.

Ältere Anträge des Ortsbeirates an das Straßenverkehrsamt, diese Situation durch eine Regelschaltung der Ampel zu verbessern, wurden mit der Begründung abgelehnt, dass die durchschnittlichen Wartezeiten keinen Handlungsbedarf erfordern. Der Ortsbeirat teilt diese Auffassung nicht. Autofahrer offenbar ebenso wenig, denn oft wird beobachtet, dass Fahrer ihre Autos verlassen, um die Fußgängerampel zu betätigen, damit sie abbiegen können. Der Ortsbeirat bittet nun den Magistrat erneut darum, die Ampel in den Hauptverkehrszeiten von sieben bis neun Uhr und 16 bis 18 Uhr von einer Bedarfs- auf eine Regelschaltung umzustellen. Diese könne problemlos auf die Ampelschaltung an der Zentgrafenstraße abgestimmt werden, wovon man sich eine signifikante Verbesserung der Verkehrssituation verspricht.

Schleichweg Oberbinge

Negative Begleiterscheinungen dieser Verkehrssituation bekommen die Anwohner der Oberbinge zu spüren. Nachdem die Riedwiesen, bislang gern als Umfahrung der Hauptstraßen genutzt, im vergangenen Jahr verkehrsberuhigt wurden, nutzen viele Autofahrer nun die Oberbinge als Schleichweg.

Anwohner beklagen ein erhöhtes Verkehrsaufkommen sowie regelmäßige Geschwindigkeitsübertretungen und Fahrten entgegen der Einbahnstraße. Die Anwohner unterbreiteten dem Ortsbeirat konkrete Vorschläge, die Oberbinge als Schleichweg unattraktiv zu machen.

Ob Bodenwellen oder die Ausweisung als Spielstraße, die meisten Anregungen seien nicht realisierbar. Erwogen wird nun die Aufstellung von Blumenkübeln oder die Ausweisung der Oberbinge als Sackgasse. Dem müssten alle Anwohner zustimmen.

Der Ortsbeirat beantragt zunächst eine erneute Verkehrszählung zu den Stoßzeiten und bittet das Ordnungsamt der Stadt Kassel, Verkehrsverstöße zu ahnden. Ferner rät das Gremium den Bewohnern, ihre Autos beidseitig auf der Straße zu parken, wodurch sich bereits eine Verkehrsberuhigung ergebe.

Anwohner wie Mitglieder des Ortsbeirats wiesen darauf hin, dass es sich bei der Annahme, man würde über Schleichwege schneller vorankommen, um eine Illusion handele. Ein solches Empfinden sei rein subjektiv, denn selbst wenn man einmal an der Ampel stehe, gehe es über die Hauptstraßen erfahrungsgemäß trotzdem schneller.

Von Peer Bergholter

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