Er war ein engagierter Insulaner in Kassel

Nachruf: Kirchditmolder Ortsbeirat Jörg Heyen gestorben

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Lange Ortsbeiratsmitglied: Jörg Heyen aus Kirchditmold. 

Er kam von der Insel, aber nannte Kassel sein Zuhause: Jörg Heyen, grünes Ortsbeiratsmitglied von Kirchditmold, ist mit 59 Jahren an Leukämie gestorben. 

Zehn Jahre lang war Jörg Heyen im Ortsbeirat aktiv gewesen. Aber längst nicht nur dort. Heyen wurde auf der Insel Langeoog geboren, wo er seine Kindheit verbrachte und zu der er stets Kontakt hielt – schon allein wegen seiner Eltern und seines Zwillingsbruders. 

Für seine Ausbildung verließ er die Insel, was ihm schwerfiel, wie seine Frau Sabine Campsheide erzählt. Diese lernte der Sozialpädagoge in Bad Hersfeld kennen, wo er bis zu seiner Erkrankung in der Heimerziehung arbeitete.

Jörg Heyen engagierte sich intensiv für Ganztagsbetreuung von Kindern

Vor 15 Jahren zog das Paar mit seiner Tochter nach Kirchditmold. Im Ortsbeirat engagierte sich Heyen besonders intensiv für die Ganztagsbetreuung von Kindern. Auch für den Hort der Grundschule Kirchditmold setzte er sich ein. „Das war Jörg ein Herzensanliegen“, wie Ortsvorsteherin Elisabeth König erzählt. So war er später, als seine Tochter älter wurde, auch als Elternvertreter in der Albert-Schweitzer-Schule tätig.

Auch in der Nachbarschaft arbeitete Heyen als Netzwerker

Er etablierte im Kaupertweg ein Straßenfest. Zudem war er zeitlebens sportlich unterwegs und spendete regelmäßig Blut. Mehrfach nahm er am Kassel Marathon teil. Im Jahr 2017 fühlte er sich nach dem Halbmarathon ungewöhnlich schlapp. Bei seiner nächsten Blutspende erhielt er Gewissheit: Mit seinen Blutwerten stimmte etwas nicht.

Trotz Therapie verlor Heyen nach zwei Jahren den Kampf gegen die Krankheit

„Als Insulaner wollte Jörg immer eine Seebestattung. Aber wir konnten uns darauf einigen, dass er normal bestattet wird. Ich brauche einen Ort, an dem ich ihn besuchen kann“, sagt seine Frau. Heute findet die Beerdigung in Kirchditmold statt.

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