Neue Bücherei Kirchditmold bekommt 1500 Euro vom Ortsbeirat

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Neubeginn: Paul Greim (von links), Susanne Kant, Dr. Sabine Werner, Jörg Kleinke und Heike Stock vom Vorstand der Bücherei Kirchditmold hoffen, wie auch diese jüngsten Leseratten, dass viele mitmachen beim Aufbau der Bücherei.

Kirchditmold. Im März soll Eröffnung sein, so plant es der Vorstand des kürzlich gegründeten Vereins „Bücherei Kirchditmold“. Dass die Stadtteilbibliothek an der Riedelstraße/Ecke Baumgartenstraße geschlossen wurde (HNA berichtete), wollten die Kirchditmolder Bürger nicht einfach hinnehmen.

Sie wurden aktiv, gründeten einen Verein, holten Ortsbeirat und Stadt ins Boot. Jetzt arbeiten Vorstand - Dr. Sabine Werner, Paul Greim, Susanne Kant, Jörg Klenke und Heike Stock - und die 100 Mitgliedern, fast alles Kirchditmolder, am Aufbau der neuen Bücherei am alten Standort. „Es sieht aus, als hätte sich unser Kampf gelohnt“, freut sich Paul Greim.

Erst mal bis März 2015 darf der Verein die Räume nutzen, der Stadt übernimmt die verbrauchsunabhängigen Kosten. Der Verein muss nur Strom und Gas bezahlen, und das werde sich, mit einem Minimum an Bürobedarf, auf rund 5200 Euro für das anstehende Jahr belaufen, berichtet Sabine Werner.

Räume, Regale, Möbel, Anschlüsse seien in Ordnung, die Bücherei könne ihre Arbeit ohne viel Renovierung beginnen. Wenn sich das Projekt nach einem Jahr stabilisiert hat, müsse man weitersehen, sagt Werner. Darum braucht der Verein jetzt dringend weitere Mitglieder, Sponsoren und Spenden. Der Ortsbeirat Kirchditmold hat sich bereits engagiert. Die künftige Bücherei sei eine wichtige kulturelle und soziale Konstante für den Stadtteil, erklärte Ortsvorsteherin Elisabeth König während der jüngsten Sitzung des Gremiums. Darum stellt er dem neuen Verein 1500 Euro aus seinen Dispositionsmitteln zur Verfügung. Auch die Schulen aus Kirchditmold und Harleshausen sowie die „Buchhandlung Harleshausen“, die „Buchhandlung am Bebelplatz“ und die Stadtbibliothek haben ihre Unterstützung zugesagt.

Außerdem wolle man sich bei der Stiftung Lesen um ein Projekt zur Leseförderung bewerben, was ebenfalls eine Anschubfinanzierung bringe, sagt Werner. Die Förderung der kleinen Leseratten hat sich der Verein auf die Fahnen geschrieben.

Langfristig, so der Wunsch des Vereins, soll die künftige „neue“ Bücherei nicht nur ein Ort sein, wo man ganz klassisch Lektüre ausleiht, sondern auch moderne Medien findet. Und sie soll ein Ort der Begegnung und des Austauschs werden. Verschiedene Angebote sind denkbar, sagt Werner, Lese-und Spielecken, ruhige Arbeitszonen mit PCs, eine Kaffee- und Schnuddelecke. Auch Hausaufgabenhilfe, Lesungen, Märchenstunden könnte es hier geben. „Unsere Bücherei kann ein richtiger Stadtteiltreff werden“, sagt sie. Und dabei sollen möglichst viele Bürger mitmachen, indem sie sich mit Spenden, einer Mitgliedschaft, Ideen, Rat und Tat für den Aufbau der neuen Bücherei Kirchditmold engagieren.

Kontakt: Tel. 7667779. 
Infos unter

www.buecherei-kirchditmold.de

Von Sabine Oschmann

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