Stadt soll Hindernis vom Fußweg abbauen

Pfosten in Kirchditmold sorgt für Empörung

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Pfosten des Anstoßes: Ortsvorsteherin Elisabeth König am umstrittenen Sperrbalken auf dem Bürgersteig der Straße Riedwiesen.

Kirchditmold. Die Stadt soll den rot-weißen Pfosten auf dem Bürgersteig vor dem Haus an der Straße Riedwiesen abbauen, verlangt der Ortsbeirat Kirchditmold.

Vor einigen Wochen hatte die Stadt auf Wunsch einer Anwohnerin den Sperrbalken gesetzt, damit Autofahrer dem Gegenverkehr an der gern als Schleichweg genutzten Straße nicht mehr auf den Bürgersteig ausweichen können.

Dieses Vorgehen der Stadt will der Ortsbeirat Kirchditmold nicht hinnehmen. Es löste bei den Gremiumsmitgliedern während deren jüngster Sitzung eine Welle der Empörung aus. Seit Jahren setze man sich für Verkehrsberuhigung im Quartier ein, dann erfülle die Stadt mal eben so einzelne Anwohnerbedürfnisse ohne Absprache mit dem Ortsbeirat.

Es könne auch nicht angehen, dass Pfosten auf Bürgersteige gesetzt würden, nur weil sich Autofahrer nicht an Verkehrsregeln halten, hieß es weiter. Dann müssten vor vielen Häusern Pfosten stehen, merkte ein Ortsbeiratsmitglied ironisch an. Einige Sitzungsbesucher mussten sich sagen lassen, die Empfindlichkeit der Riedwiesenbewohner sei inzwischen unerträglich.

Mit seinem Beschluss fordert der Ortsbeirat die Stadt auf, den Pfosten zu entfernen. Er kritisiert ihr Handeln ohne Einbeziehung des Beirats und verlangt, künftig in vergleichbaren Fällen gehört zu werden. Die Stadt soll außerdem darlegen, wie hoch die Kosten für Installation und Entfernung des Balkens sind.

Zusätzliche Markierungen auf der Fahrbahn könnten das Linksabbiegen aus der unteren Zentgrafenstraße in die Loßbergstraße/ Richtung Teichstraße sicherer machen, so die Anregung des Ortsbeirats. Die Stadt möge dies prüfen, fordert er und bekräftigt damit einen früheren Beschluss.

Über die Verteilung seiner Dispositionsmittel entschied er wie folgt: Der Verein Nachbarschaftshilfe Hand in Hand bekommt 400 Euro für die Ausrichtung des Spielfestes am 24. August, 200 Euro für ein „Selbstsicherheitstraining“ für Mädchen in Kooperation mit dem 1. Kasseler Mädchenhaus.

Weitere 6500 Euro stellt das Gremium bereit für Reparaturarbeiten am Fußweg an der Straße Oberbinge und an der Ochsenallee in Höhe des Fußwegs. Das restliche Geld soll ins nächste Jahr übertragen und für Bauvorhaben an der oberen Zentgrafenstraße eingesetzt werden. (pom)

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