Umbau der Alten Schmiede ist vorerst vom Tisch – Corona-Krise bremste Pläne aus

Pläne für Kirchditmolder Kulturzentrum liegen auf Eis

Da waren alle noch optimistisch: Von links Christina Vogt von der Sparda-Bank, die eine Spende vorbeibrachte, sowie die Vorstandsmitglieder des Bürger- und Heimatvereins Eckhardt Wagner, Annette Ulbricht und Ernesto Cornelius.
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Da waren alle noch optimistisch: Von links Christina Vogt von der Sparda-Bank, die eine Spende vorbeibrachte, sowie die Vorstandsmitglieder des Bürger- und Heimatvereins Eckhardt Wagner, Annette Ulbricht und Ernesto Cornelius.

Die Pläne für ein neues Kulturzentrum in Kirchditmold sind beerdigt woden. Wir erklären den Hintergrund.

Kassel - Der Bürger- und Heimatverein Kirchditmold hatte große Pläne. Er wollte in den kommenden Monaten eine 100 Jahre alte Schmiede in einem Hinterhof an der Harleshäuser Straße zu einem Kulturzentrum umwandeln (HNA berichtete). Es hätte ein Ort für Treffen, Kurse, Lesungen und Konzerte werden sollen. Doch das Projekt „Kulturschmiede“ wird nun vorerst nicht weiter verfolgt, wie Annette Ulbricht vom Vorstand des Vereins mitteilt.

Nach intensiven Gesprächen zwischen dem Bürger- und Heimatverein und Frank Weiershäuser, dem Eigentümer der Schmiede, sei dieses Projekt „vorerst auf Eis gelegt“ worden, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Pandemiebedingt sei der ursprünglich geplante Start des Kulturzentrums vom Herbst 2020 erst auf das Frühjahr 2021 und dann auf das Jahr 2022 verschoben worden. „Durch diese Verzögerungen bei der Projektentwicklung sowie durch die weiterhin notwendigen Coronamaßnahmen entstanden beim Besitzer der Immobilie Unsicherheiten“, so Ulbricht. Weiershäuser habe sich die Frage gestellt, inwieweit die Umsetzung eines solch ambitionierten Projektes – das großen zeitlichen und organisatorischen Aufwand erfordere – in der derzeitigen Situation sinnvoll und gemeinsam leistbar ist.

Für alle Zeit begraben wollen Weiershäuser und der Bürger- und Heimatverein das Projekt aber nicht: „Die Idee einer Kulturstätte in der Schmiede ist und bleibt ein lohnenswertes Ziel für Kirchditmold“, teilen sie mit. Ein neuer Versuch zur gemeinsamen Entwicklung der Schmiede sei denkbar, sobald sich die Situation grundsätzlich anders darstelle.

Eine erste Sanierung der Schmiede war vom Vorstand auf ungefähr 25 000 Euro beziffert worden. Einige Arbeiten wollten die 130 Mitglieder in Eigenleistung erbringen. Eigentlich hätte der Umbau in diesem Monat starten sollen. Die Spenden, die der Verein bereits eingeworben habe, waren zum Glück nicht an das Umbauprojekt gebunden. Sie werden für die allgemeine Arbeit verwendet, so Ulbricht, die die Entwicklung sehr bedauert. (Bastian Ludwig)

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