Ortsbeirat will, dass Bürger am Konzept für den Städtebau beteiligt werden

Stadtvillen gefallen nicht

Stein des Anstoßes: An Neubauten wie diesem Haus in Kirchditmold nahe Christbuchenstraße und Herlebergweg gibt es Kritik. Foto: Oschmann

Kirchditmold. Über die Stadtvillen, die in jüngster Zeit verstärkt in vielen Gebieten errichtet werden, die sogenannte bauliche Nachverdichtung, diskutierte der Ortsbeirat Kirchditmold während seiner jüngsten Sitzung.

Die Sorge: Die Neubauten könnten die Lebensqualität Kirchditmolds verschlechtern. Man sei nicht grundsätzlich gegen neue Häuser, stellte das Gremium klar, zumal, wenn dies neue Bewohner wie junge Familien mit Kindern ins Quartier führten.

Die Kritik entzündet sich vielmehr daran, dass die Gebäude nicht in die Umgebung passten, zu eng an die Nachbarhäuser angrenzten und durch den Dachgeschoss-Ausbau zu hoch würden. Außerdem handele es sich regelmäßig um teure Eigentumswohnungen, die Jüngere kaum bezahlen könnten.

Der Beirat vermisst ein städtebauliches Konzept. Und er verlangt, dass die Stadtvillen nicht den „Gartenstadtcharakter“ Kirchditmolds gefährden dürfen. Mit seinem Beschluss fordert er vom Magistrat, Anzahl und Art der Neubauten auf ein „verträgliches“ Maß zu begrenzen. Außerdem soll er im Zuge der Genehmigungsverfahren sicherstellen, dass die Zahl der Geschosse und das Gesamtgebäude in die Umgebung passen. Alle Grün- und Erholungsbereiche müssen erhalten und langfristig gesichert werden. Weitere Forderung: Die Bürger Kirchditmolds sollen beim Erstellen eines städtebaulichen Konzepts beteiligt werden. (pom)

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