Zukunft des Grundstücks des ehemaligen Edeka in Riedwiesen ungewiss

Supermarkt in Kirchditmold rottet vor sich hin

Das Gebäude des ehemaligen Edeka-Markts in der Riedwiesen-Siedlung
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Steht seit drei Jahren leer: Das Gebäude des ehemaligen Edeka-Markts in der Riedwiesen-Siedlung soll abgerissen werden.

Das Gebäude des ehemaligen Edekas in den Riedwiesen im Kasseler Stadtteil Kirchditmold rottet vor sich hin. Die Zukunft des Grundstücks ist ungewiss.

Kirchditmold – Ein Vordach hängt herunter, an der Fassadenverkleidung bröckelt es, Pflanzen winden sich zum Dach hinauf: Das 1968 errichtete Gebäude des ehemaligen Edeka-Supermarkts in den Riedwiesen in Kirchditmold ist nicht gerade ein Hingucker in dem beschaulichen Wohngebiet. Jüngst beschwerte sich ein Anwohner bei der HNA über diesen Anblick. Offenbar wird das Grundstück in einer schlecht einsehbaren Ecke ab und an auch für das wilde Ablagern von Müll genutzt. Die Zukunft des Areals scheint unklar. Der Eigentümer will den Markt abreißen. Wann das passiert, ist aber offen.

Vor drei Jahren hatten die Inhaber des Edeka-Markts, die Familie Klein, ihr Geschäft nach über 40 Jahren aus Altergründen geschlossen. Sehr zum Leidwesen der Kunden. Bei den Kleins kaufte man nicht nur ein, sondern suchte auch den gemütlichen Plausch. Der Markt war ein Treffpunkt für die Anwohner. Es habe damals Ideen gegeben, wie man diesen Ort der Begegnung erhalten könne, sagt Ortsvorsteherin Elisabeth König (Grüne), beispielsweise durch den Bau eines Hauses für die örtliche Gemeinschaft in Verbindung mit dem Verkauf von Bio-Lebensmitteln. Die Genossenschaft „pro Kirchditmold“, die sich einst für den Erhalt des Gebäudes der Zentgrafen-Drogerie gegründet und sich inzwischen aufgelöst hat, habe sich damit zeitweilig beschäftigt.

Auf Anfrage der HNA teilte Hans Reinhard Klein, der ehemalige Inhaber des Edeka, mit, er habe vor Monaten einen Abrissantrag bei der Stadt Kassel gestellt. Er wisse nicht, warum das so lange dauere. Er wolle bauen. Was, das wisse er noch nicht. „Wir brauchen Zeit“, sagte Klein. Stadtpressesprecher Claas Michaelis bestätigt auf Anfrage: „Ein Abrissantrag liegt vor, wann eine Genehmigung erteilt werden kann, ist derzeit noch nicht abschließend zu beurteilen.“ Konkrete Pläne für das Grundstück gibt es offenbar wirklich noch nicht. Der Stadt liege bisher keine Bauvoranfrage vor, sagte der Stadtsprecher. Das Areal liege in einem reinen Wohngebiet. Eine zweigeschossige Bauweise sei zulässig, vorwiegend für das Wohnen, ausnahmsweise auch für Läden oder nicht störende Handwerksbetriebe.

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