Vinothek und Feinkostladen kommen

"Trattoria Pippo" in Kassel: Die Carciolas treten kürzer und schließen Restaurant

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Sie schließen ihr Restaurant: Stattdessen eröffnen Lucia und Pippo Carciola am 1. Dezember in der Zentgrafenstraße eine Vinothek und einen Feinkostladen.

Die „Trattoria Pippo“ in der Zentgrafenstraße in Kirchdimold schließt Ende September. Dafür eröffnen die Gastronomen Lucia und Pippo Carciola im Dezember eine Vinothek und einen Feinkostladen.

Die „Trattoria Pippo“ an der Zentgrafenstraße ist weit über Kirchditmold bekannt. Menschen aus ganz Kassel und Umgebung gehören zu den Stammgästen. Die „Trattoria Pippo“ ist eine Institution. In dieser Form wird es das sizilianische Restaurant bald aber nicht mehr geben. Die Inhaber Pippo und Lucia Carciola haben sich nämlich entschieden, künftig etwas kürzerzutreten. Ende September werden sie das Restaurant schließen.

Dann wird zwei Monate lang umgebaut. Am 1. Dezember will das Ehepaar dann wieder neu eröffnen: eine Vinothek und einen italienischen Feinkostladen. Hier wird es auch einige Plätze draußen und drinnen geben, wo man kleine sizilianische Speisen essen kann. Selbsthergestellte Salsiccia, Brot, Käse, Pasta, Schinken, Antipasti. Zudem werden weiterhin glutenfreies Gerichte angeboten. Die seien seit einigen Jahren nämlich sehr gefragt, sagt Lucia Carciola. Zudem bieten die beiden auch einen Partyservice an.

Sein erstes Restaurant eröffnete Pippo Carciola 1981 im Mercedes-Hochhaus am Stern. Später betrieb er für vier Jahre ein Lokal auf der Friedrich-Ebert-Straße. Vor 32 Jahren zog er dann in die Zentgrafenstraße nach Kirchditmold und eröffnete das Restaurant „Ibiza“ in der Hausnummer 152. 1997 wechselte er die Straßenseite. Seitdem begrüßten er und seine Frau die Gäste in der „Trattoria Pippo“ in der Hausnummer 133.

Rauschendes Geburtstagsfest in der Zentgrafenstraße: Am 8. September 2001 feierte Pippo Carciola mit Ehefrau Lucia, den Kindern Giusi (auf seinem Arm), Fabio (links) und Adriano seinen 40. Geburtstag in der „Trattoria Pippo“.

Aus gesundheitlichen Gründen stehe er seit zehn Jahren schon nicht mehr selbst in der Küche, sagt der 58-jährige Carciola. Jetzt wollen seine Frau Lucia (52) und er den Stress ein Stück weiter reduzieren.

„Unsere Gäste sind zwar traurig, freuen sich aber auch für uns“, sagt Lucia Carciola. „Die werden uns auch künftig unterstützen.“ Er sei ja nicht so, dass ihr Mann und sie nicht mehr arbeiten wollten, eben nur anders. Künftig werde man von 10 bis 14 Uhr und von 16 bis 19 Uhr geöffnet haben. Sonntags und montags bleibt der neue Laden, der künftig „Trattoria Pippo & Donna Lucia Delikatessen“ heißt, zu.

So haben die Carciolas künftig mehr Zeit für die Familie und ihre Heimat Sizilien. In der Nähe von Taormina haben die beiden ein Haus, das sie einige Male im Jahr aufsuchen. Zudem haben sie vor einer Woche ihr zweites Enkelkind bekommen, Giulia. Sie ist die Tochter von Sohn Adriano Carciola (31), der früher bei den Kassel Huskies Eishockey gespielt hat. Adriano spielt übrigens jetzt noch beim HC Landsberg, wo er neuerdings von seinem älteren Bruder Fabio Carciola (34) trainiert wird. Fabios Sohn Adriano Junior ist vier.

Die beiden Söhne hätten kein Interesse daran, das Lokal in Kassel zu übernehmen, sagen die Eltern. Ebenso wenig wie Tochter Giusi, die studiert und Lehrerin werden möchte. Allerdings hilft die 25-Jährige immer wieder im Lokal der Eltern aus.

Das wird wohl auch so bleiben, wenn Lucia und Pippo Carciola am 1. Dezember ihr neues Geschäft eröffnen.

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