Evangelische Genossenschaften verhandeln

Kirchenbanken wollen fusionieren

Kassel. Die Evangelische Kreditgenossenschaft Kassel (EKK) und die Evangelische Darlehnsgenossenschaft Kiel (EDG) wollen zur größten deutschen Kirchenbank fusionieren. Das teilten die Vorstände der beiden Institute gestern mit. Die Gespräche befinden sich nach Angaben des EKK-Vorstandssprechers Thomas Katzenmayer in einem frühen Stadium. Er begründete die Fusionspläne mit steigenden Anforderungen von Bankenaufsicht und Märkten, dem zunehmenden Wettbewerbsdruck und Strukturwandel sowie den tendenziell wachsenden institutionellen Kunden.

Katzenmayer betonte, dass beide Häuser kerngesund seien und aus einer Position der Stärke heraus verhandelten. „Uns ist es wichtig, uns nicht von äußeren Faktoren beeinflussen zu lassen, sondern unsere Zukunft erfolgreich selbst zu steuern. Wir wollen agieren und die Entwicklungen vorantreiben“, sagte er. „Eine Bündelung der Kräfte und Ressourcen bietet eine höhere Chance für Wachstum, verbunden mit größeren Ertragspotenzialen“, erklärte EDG-Chef Hans-Nissen Andersen.

Die EKK ist mit 320 Beschäftigten und einer Bilanzsumme von 4,3 Mrd. Euro die größere Bank. In Kassel sollen deshalb künftig drei, in Kiel soll ein Vorstand operieren. Wo das Institut seinen Sitz haben wird, ist noch nicht entschieden, aber es spricht wegen der geografischen Lage vieles für Kassel. (jop) Zweiter Lokalteil

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