1100 Jahre Kassel: Waldau feiert, Kirmes ist der Höhepunkt

Beliebtes Freizeitgelände: Der Bugasee in der Fuldaaue. Der Stadtteil Waldau hat mit dem Industriepark nicht allein ein erfolgreiches Gewerbegebiet, sondern ist auch ein gefragter Wohnstandort im Kasseler Osten. Foto: Koch

Waldau. In Waldau wird gefeiert: Der Stadtteil beteiligt sich bis zum 27. Oktober mit einem vielfältigen Programm am Stadtjubiläum Kassel 1100. Den Höhepunkt bildet die traditionelle Entenkirmes vom 19. bis 21. Oktober.

Am Samstag, 12. Oktober, wird von 11 bis 14 Uhr ein Treff der Kulturen mit gemeinsamem Tafeln geboten. Im Einkaufszentrum ist ein Brunch angesagt: Jeder bringt etwas mit - landestypische Speisen und Bräuche werden einander näher gebracht und in Themen-Ecken dargeboten. Es gibt Cocktails von der evangelischen Jugend Kassel und Spezialitäten aus Kroatien. Ein Oktoberfest wird im Rewe-Markt von 15 bis 18 Uhr gefeiert.

Am Sonntag, 13. Oktober, gibt es um 11 Uhr einen Familiengottesdienst in der evangelischen Kirche an der Bergs-häuser Straße 12. Es geht um die Fiedelgrille und den Maulwurf von Janosch. Zudem wird ein Spiel der Bewohner der Gustav-Heinemann-Wohnanlage geboten.

Um 12 Uhr wird im Anschluss an den Gottesdienst ein Mittagsmahl angeboten: Es gibt Kürbissuppe nach alter Tradition des Erntefestes in Russland im evangelischen Gemeindehaus an der Bergs-häuser Straße 9.

Um 13 Uhr steht ein Stadtteil-Spaziergang an. Start zum Rundgang zum Kennenlernen des Stadtteils Waldau mit dem Ziel Gustav-Heinemann-Wohnanlage ist am Gemeindehaus.

Allgemeines zum Stadtteil und zum Programm

Der Stadtteil im Osten Kassels verfügt über eine einzigartige Mischung aus Freizeit, Wohnen und Wirtschaftskraft. Das attraktivste Freizeitgelände der Stadt - das ehemalige Bundesgartenschau-Gelände mit Stränden am Bugasee - kostet keinen Eintritt. Das ganz unterschiedliche Wohnen im alten Dorf, in den Plattenbauten der Wohnstadt Waldau aus den 1960er-Jahren und im schicken Einfamilienhaus-Wohnpark Am Stege sorgt für eine gute Mischung der Wohnbevölkerung. Ein reges Vereinsleben, aktive politische Arbeit und eine engagierte Kirchengemeinde sorgen für den Schulterschluss zwischen dem „alten Dorf“ und der Wohnsiedlung.

Der im Jahre 1971 erschlossene Industriepark ist mittlerweile zum größten zusammenhängenden Gewerbegebiet zwischen Hannover und Frankfurt sowie zum Jobmotor für Stadt und Region geworden. Und als eine der besten Schulen in Deutschland wurde die Offene Schule Waldau ausgezeichnet. Eine geplante neue Straßenbahntrasse soll künftig für bessere Nahverkehrs-Verbindungen sorgen.

Dirk Seeger

Waldau, das urkundlich erstmals im Jahr 1293 erwähnt wurde, „ist bunt, vielfältig und kreativ“, sagt Stadtteilbotschafter Dirk Seeger. Das wollten die Bürger des Stadtteils ihren Besuchern in den kommenden beiden Wochen unter Beweis stellen. „Aber wir wollen auch gezielt die Begegnung von Menschen ermöglichen“, erklärt Seeger die Waldauer Idee zum Stadtgeburtstag. So laute nämlich das Motto der Stadtteilwochen in Waldau, „die Begegnung ermöglicht die Integration.“ Foto: Persch

Nach dem Auftakt der Waldauer Festwochen am gestrigen Freitag mit der Eröffnung der Dauerausstellungen im Bürgerhaus an der Kasseler Straße 35 wird das Jubiläumsprogramm an diesem Wochenende fortgesetzt.

Von Jörg Steinbach

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