Am Samstag zieht durch Wehlheiden der Große Festzug

Wehlheider Kirmes: Auftakt mit Rosen

Rosi verteilt Rosen: Eine schöne Tradition der Wehlheider Kirmes ist das Rosen-Verschenken durch die Bürgermeisterpaare. Hier sind es Dieter Markert (links) und Rosi Barthel (rechts), die den Marktbesuchern Margarete Gossmann und Willi Breiding (Mitte) eine Freude bereiten. Foto: Koch

Wehlheiden. Was für eine bilderbuchhafte Kulisse für den Auftakt der Wehlheider Kirmes am Freitag auf dem Wehlheider Wochenmarkt: Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen, eröffnete die Kirmesgesellschaft rund um die ausrichtende Turngemeinde Wehlheiden (TGW) das Fest mit allerhand lieb gewonnenen Traditionen.

So zum Beispiel dem Verteilen von tausend Rosen, die jedes Jahr die Wehlheider Marktgemeinschaft stiftet und die vom alten und neuen Bürgermeisterpaar gemeinsam an die Gäste verteilt werden. Zum guten Brauch gehört: Die Bürgermeister geben Autogramme ins Programmheft.

Auftakt der Wehlheider Kirmes

Alle waren gekommen: vom Vereinsvorsitzenden Dirk Reimann über den Dorfpolizisten Erich Kühn mit der Pickelhaube auf dem Kopf, Honoratioren, die ehemaligen Wehlheider Bürgermeister und natürlich die vielen Fans dieses gemütlichen Kirmesauftakts.

Untermalt von „Ehlener Blasmusik“ gab es Loblieder auf Wehlheiden, einen Stadtteil, von dem sein Ortsvorsteher Norbert Sprafke behauptet, er sei nie eingemeindet worden, sondern habe sich mit Kassel vereinigt. Und erst von da an sei Kassel zur modernen Großstadt geworden.

Den Kirmesorden bekam der Vorsitzende der Marktgemeinschaft, Werner Sauer, überreicht. „Was bin ich denn jetzt?“, fragte er überrascht. Na, was wohl? Ordensträger natürlich. Moderator Volker Flach gab eine kleine Einführung in die Pflichten eines Kirmesordens-Trägers. Der darf nämlich während der gesamten vier Kirmestage nicht abgelegt werden. Ansonsten droht eine Strafe. Oberbürgermeister Bertram Hilgen, der sich für den Regen im vergangenen Jahr entschuldigte und für diese 64. Große Kirmes schönes Wetter versprach, gab allen Kirmesbesuchern einen guten Rat mit auf den Weg: viel trinken und schattige Orte aufsuchen.

Ein schattiges Plätzchen unter einem der vielen Kneipen-Pavillons sicherte sich das feierlustige Publikum schon am frühen Abend. Vor dem Restaurant Bleibtreu an der Tischbeinstraße war bereits gegen 21 Uhr kaum noch ein Platz zu bekommen.

Dort, wie vor 19 weiteren Kneipen Wehlheidens, sorgten die Kirmesanbläser Peter Klenner, Guido Wilhelmi, Karlheinz Balzer und Holger Masche, begleitet vom Dorfpolizisten „Erich“ und Kirmesvater Sebastian „Basti“ Kühn, bis nach Mitternacht für den richtigen Schwung unter den Kneipengästen - mit einem Wunschkonzert nach Kirmesart am laufenden Band.

Klar, dass es vor Gaststätten wie dem Bleibtreu, das der Wehlheider Kirmes schon seit 31 Jahren die Treue hält, ein Extra-Ständchen gab.

Die zehnjährige Katrin ließ derweil die rote Spendendose kreisen. Und die Kirmesmädchen verteilten an ihre Fans großzügig ihren mitgeführten Likörvorrat.

Von Christina Hein und Peter Dilling

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.