Hauen, kratzen, spucken: Kinder sorgen in Kitas für Ärger

Kassel. Immer mehr Kinder werden in den Kindergärten auffällig. Die Gewalt nimmt zu. Erzieher sind offenbar häufig überfordert. Das Fehlverhalten eines Erziehers der Kasseler Waldorf-Kita an der Goetheanlage, der Kinder zu hart angefasst hatte (HNA berichtete), war dagegen ein Einzelfall.

Nach Auskunft der Stadt gab es 2013 fünf Fälle, in denen die Kita-Aufsicht wegen einer Beeinträchtigung oder Gefährdung des Kindeswohls einschreiten musste. Wesentlich häufiger komme es zu unsozialem Verhalten von Kita-Kindern gegenüber Erziehern und anderen Kindern, sagt Kita-Fachberaterin Erika-Maria Zintl-Geveke.

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Der Fall des Waldorf-Erziehers sei eine Ausnahme gewesen, sagt Zintl-Geveke, die für das Kasseler Familienberatungszentrum arbeitet und seit 20 Jahren Kindergärten bei Problemen berät. Es komme zwar ab und zu vor, dass das Personal Grenzen überschreite, hartes Anfassen sei aber eine extreme Seltenheit. Im Fall des Waldorf-Erziehers hatten die Kinder blaue Flecken davon getragen, woraufhin der Mann für vier Monate beurlaubt wurde.

Zintl-Geveke, die sämtliche private und konfessionelle Kitas berät, beobachtet, dass seit etwa zwei Jahren immer häufiger Kinder verhaltensauffällig sind: Schlagen, spucken, kratzen, beißen gegen Erzieher und andere Kinder sowie das Zerstören von Mobiliar sei zwar nicht Kita-Alltag, aber ein zunehmendes Phänomen. Viele Erzieher kämen dadurch an ihre Grenzen. In Dreiviertel der Fälle seien Jungs betroffen. Immer häufiger überlegten Kitas, ob sie schwierige Kinder weiter betreuen.

Von Bastian Ludwig

Den komplette Artikel lesen Sie am Samstag in der gedruckten Ausgabe der HNA.

Rubriklistenbild: © dpa

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