Viele Autofahrer halten sich nicht ans Tempolimit

Aus Angst vor Autofahrern: Eltern wollen endlich Tempo 30 an Kasseler Kita

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Fordern weiter Tempo 30: Eltern und Kinder der Kita Wurzelzwerge (Impuls Soziales Management). In der Mitte (mit Halstuch) Kita-Leiterin Claudia Lumme. 

Die Verkehrssituation an der Loßbergstraße im Kasseler Stadtteil Kirchditmold bleibt unbefriedigend - vor allem für die Eltern einer Kita dort. Sie fordern dauerhaft Tempo 30.

Das Tempolimit im Bereich der Loßbergstraße bleibt Streitthema: Die Kirchditmolder Ortsvorsteherin Elisabeth König (Grüne) und die ortsansässige Kita Wurzelzwerge fordern dort einen dauerhaften Tempo-30-Bereich. Aktuell gilt dort zwar Tempo 30, allerdings nur, bis die Mängel an der frisch sanierten Fahrbahn behoben sind.

Wie die HNA berichtete, bleibt die Tempo-30-Beschränkung bis auf Weiteres bestehen, da die Fahrbahn auch nach der zweiten Sanierung nicht die nötige Griffigkeit hat. Die Stadt verhandelt nun mit der Baufirma über Nachbesserungen.

Ortsvorsteherin: Es gibt gute Gründe für Tempo 30 

Aus Sicht der Ortsvorsteherin König ist dies gar nicht nötig. „Die Stadt sollte sich wegen der Mängel einen Teilbetrag der Sanierungskosten erstatten lassen und diesen dann sinnvoller einsetzen“, fordert die Grünen-Politikerin. Es gebe gute Gründe, das Tempolimit auf unbegrenzte Zeit bestehen zu lassen. Sowohl die Kinder des Kindergartens Wurzelzwerge wie auch Schüler der Grundschule Kirchditmold würden die Kreuzung an Heßberg-, Loßberg- und Teichstraße regelmäßig überqueren.

Eltern haben Probleme Kinder sicher in die Kita zu bringen

„Wir gehen mit unseren Kindern täglich zweimal über die Kreuzung, um zum Wald zu gelangen“, sagt Kita-Leiterin Claudia Lumme. Seitdem im Jahr 2017 die Tempo-30-Schilder aufgestellt wurden, habe sich die Situation entspannt. 

Aber auch jetzt hätten Eltern mit Problemen zu kämpfen. So sei es kaum möglich, die Kinder beim Bringen und Abholen ohne Risiko aus dem Auto zu holen. Die Parkplätze vor der Kita befinden sich unmittelbar an der Heßbergstraße und beim Öffnen der Autotür ragt diese auf die Fahrbahn.

„Man muss auf eine Rotphase an der Ampel warten, um von der Fahrerseite einsteigen und aussteigen zu können“, sagt eine der Mütter. Vielleicht ließen sich die Parkplätze anders anordnen, so ihre Hoffnung. 

Eltern: Autofahrer halten sich nicht an das Tempolimit

Die Eltern und auch die Ortsvorsteherin haben beobachtet, dass viele Autofahrer sich nicht an das Tempolimit halten. Sie teilen die Sorge, dass die Autofahrer bei einer Aufhebung noch mal schneller fahren würden als Tempo 50.

Kita-Leiterin Lumme erinnert daran, dass es im Jahr 2005 bereits einen Todesfall gegeben hatte. Damals war ein vierjähriges Kita-Kind an der Loßbergstraße von einem Kleintransporter überfahren worden.

Die Stadt will sich erst nach Abschluss der Gespräche mit der Baufirma äußern.

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