Minister Rhein verspricht weiteren Ausbau

Hopla-Kinderhaus auf dem Campus: Kita-Plätze locken Forscher

Viel Platz an der frischen Luft: Die Uni-Kita (links) an der Gottschalkstraße verfügt über einen großzügigen Spielgarten. Dahinter ist das im Bau befindliche Studentenwohnheim zu sehen. Foto: Dilling

Kassel. Die Universität Kassel ist auf dem Weg zu mehr Kinder- und Familienfreundlichkeit einen großen Schritt vorangekommen: Am Freitag hat Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU) mit Vertretern der Stadt und der Universität das Hopla-Kinderhaus an der Gottschalkstraße offiziell eröffnet.

Es bietet den Kindern von Studierenden und Wissenschaftlern 70 Betreuungsplätze auf zwei Etagen in hellen, großzügigen Räumen. Die Kita ist auch offen für universitätsfremde Familien.

Im Hopla-Kinderhaus, das vom Studentenwerk Kassel gebaut wurde und betrieben wird und auch unter Dreijährige aufnimmt, werden derzeit 50 Kinder von Studenten und Uni-Beschäftigten betreut. Eine weitere Gruppe von 20 Kindern, die im August aufgemacht werden soll, ist bereits ausgebucht.

Gute Kinderbetreuungsmöglichkeiten seien „im Wettbewerb um die besten Köpfe“ ein Magnet für hessische Universitäten, sagte der Minister. Das Land wolle die Vereinbarkeit von Familie und Hochschule weiter steigern. Seit 2009 habe man die Betreuungsplätze an hessischen Hochschulen um mehr als 50 Prozent ausgebaut. Bis 2015 seien weitere 190 Plätze geplant. „Die Warteliste ist immer noch zu groß“, sagte Rhein. Auch in bezahlbaren Wohnraum für Studierende werde das Land in den nächsten Jahren investieren, kündigte der Minister an.

Kassels Bürgermeister Jürgen Kaiser (SPD) forderte bei Rhein weitere Unterstützung für die Stadt auf dem Weg zu mehr Familienfreundlichkeit an. „Es gilt für das Land, dort zu investieren, wo die Boom-Town ist. Und das ist hier“, sagte er. Laut Kaiser bezahlt die Stadt jährlich 300 000 Euro Betriebskosten für die Uni-Kita.

Der Startschuss für den Bau des Hopla-Kinderhauses war im Sommer 2012 gefallen. Mit 1,7 Millionen Euro hat das Land Hessen den Löwenanteil der Baukosten übernommen. Das Geld stammt aus dem Hochschulinvestitionsprogramm „Heureka“. Eine halbe Million Euro wurden aus einem Europa-Fonds aufgebracht. Der Bund hat aus seinem Investitionstopf für die Betreuung von unter Dreijährigen 345 000 Euro beigesteuert. Die Universität Kassel hat selbst rund 100 000 Euro in das Projekt investiert.

Laut Wissenschaftsministerium stehen der Uni Kassel an verschiedenen Standorten 152 Betreuungsplätze zur Verfügung. Sieben Prozent der Studierenden an der Uni Kassel hätten schon Kinder. Das seien mehr als im bundesweiten Schnitt, sagt Professor Dr. Andreas Hänlein, Vizepräsident der Universität. Mit Stillplätzen und Wickelecken sowie Beratungsangeboten stelle man sich darauf ein. (pdi)

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