Die Eingewöhnung in den Kindergarten braucht oft mehrere Wochen

Kita-Start ohne Zeitdruck - Tipps für Eltern

Eingewöhnung braucht Zeit: Der zweijährige Maxim erlebt gerade die ersten Tage in der Kindertagesstätte Friedenskirche. Sein Papa Sascha Jozic begleitet ihn. Fotos: De Filippo

Kassel. Nicht nur Erstklässler müssen sich zurzeit an ihren neuen Alltag gewöhnen, auch für viele Kleinkinder beginnt in diesen Wochen ein neuer Lebensabschnitt: Sie gehen in den Kindergarten.

Nicht immer gelingt der Start problemlos. Doch wie kann man Jungen und Mädchen helfen, sich schnell in der Einrichtung einzuleben?

„Der erste Kindergartentag ist für Kinder ein großer Schritt“, weiß Antje Proetel, Geschäftsführerin von Dakits, dem Dachverband freier Kindertageseinrichtungen in Kassel.

Eltern sollten deshalb möglichst viel Zeit für die Eingewöhnungsphase einplanen: „Zeitdruck ist kontraproduktiv.“ Vielmehr sei es wichtig, auf die individuellen Reaktionen des Kindes einzugehen.

„Manche brauchen nur wenige Tage, um sich zurechtzufinden. Andere sind nach Wochen noch nicht bereit“, erklärt Proetel. Zudem spiele das Alter des Kindes natürlich eine große Rolle. Bei einem Unter-Dreijährigen müsse man zum Beispiel mit einer etwa vierwöchigen Eingewöhnungsphase rechnen.

Die ersten Tage

Die ersten Tage sollte ein Elternteil unbedingt gemeinsam mit seinem Kind in der Einrichtung verbringen: „Zunächst nur ein paar Stunden“, rät die Expertin. Hat sich das Kind an die Umgebung gewöhnt, könne Mama oder Papa auch schon mal für kurze Zeit den Raum verlassen. „Dabei ist es wichtig, sich immer zu verabschieden“, erklärt Antje Proetel. Denn nichts verunsichere ein Kind mehr als eine Bezugsperson, die plötzlich verschwunden ist. Nach und nach könnten die Trennungszeiträume ausgedehnt werden, bis die Eingewöhnung schließlich geschafft ist.

Doch auch für die Eltern ist die Trennung vom Nachwuchs oft ein emotionales Erlebnis. „Sie sorgen sich, ob ihr Kind auch gut versorgt ist“, weiß Antje Proetel. Deshalb sei es wichtig, sich vorab selbst ein Bild von der Einrichtung zu machen und das Gespräch mit den Erziehern zu suchen. Das gelte auch für die Zeit nach der Eingewöhnung: „Zu hören, dass das Kind gut zurecht kommt, ist beruhigend.“

Von Pamela De Filippo

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