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Klänge zum Entspannen

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Von: Peer Bergholter

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Klänge zum Entspannen: Ute Fittkau (links) demonstriert den Einsatz einer Klangschale mit einer Bewohnerin des Aschrottheims.
Klänge zum Entspannen: Ute Fittkau (links) demonstriert den Einsatz einer Klangschale mit einer Bewohnerin des Aschrottheims. © Peer Bergholter

Im Aschrott-Altersheim finden die Bewohnerinnen nicht nur ein Zuhause in einem der schönsten Stadtteile Kassels, sondern auch eine ebenso qualitativ hochwertige wie individuelle Betreuung und Pflege. Darüber hinaus steht den Bewohnerinnen eine Vielzahl von Angeboten offen, die sowohl die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen als auch die Lebensqualität im Hause steigern sollen.

Seit einem Jahr etwa bietet Ute Fittkau dort regelmäßige Klangschalenmassagen nach Peter Hess (Pädagoge und Dipl.-Ing. FH) an. Sie zählt zu den wenigen in Kassel, die über eine entsprechende Qualifikation verfügen. „Am Anfang waren die Damen etwas skeptisch, doch inzwischen sind die Bewohnerinnen von dem Angebot begeistert und die Nachfrage wird immer größer“, so Fittkau, die betont: „Eine Klangschalenmassage ist nichts Esoterisches, sämtliche Effekte sind physisch messbar.“ In der Tat: Schlägt sie eine ihrer Klangschalen mit einem filzummantelten Klöppel an, spürt man die Schwingungen durch den ganzen Körper gehen. Normalerweise kommen die handgefertigten Schalen, die traditionell aus einer Legierung aus Kupfer und Bronze oder Messing bestehen, nacheinander auf Becken, Bauch und Brust zum Liegen. Dort schlägt Ute Fittkau sie mit Klöppeln unterschiedlicher Größen an und erzeugt so verschiedene Schwingungen, die sich unmittelbar auf das gesamte System übertragen, entspannend wirken oder Blockaden lösen können. Und diese Effekte sind bis zu 24 Stunden lang spürbar.

Für kleinere Gruppen bietet Fittkau auch regelmäßige Phantasiereisen an. Zu den Klängen der Schalen, deren Schwingungen noch über eine Distanz von bis zu fünf Metern spürbar sind, liest sie Geschichten vor, die den Geist auf eine Reise schicken. Dabei könne man abschalten und sich fallen lassen. „Zudem werden viele Erinnerungen geweckt, sodass die Teilnehmerinnen im Anschluss häufig zu Tränen gerührt sind“, berichtet Fittkau. Auch deshalb ist der Einsatz von Klangschalen bei Menschen mit demenzieller Erkrankung besonders geeignet. Ebenso kommen die Schalen in der Palliativbegleitung zur Anwendung, denn „die Klänge helfen beim Loslassen“, weiß Ute Fittkau. Im Aschrottheim steht ein eigener Raum für die Klangschalenmassagen zur Verfügung, den Ute Fittkau liebevoll eingerichtet hat.

Allein das Ambiente mit Pflanzen, Deko-Elementen und Duftkerzen sorgt für Entspannung. Dort findet vor jedem Termin eine Vorbesprechung für den möglichst gezielten Einsatz der Klangschalen statt, ebenso wie eine Nachbesprechung, deren Ergebnisse dokumentiert werden. Eine Einschränkung erwähnt Fittkau: „Ich kann eine Klangschalenmassage nur durchführen, wenn es mir gutgeht und ich ausgeglichen bin. Aber das bin ich eigentlich immer“, lacht sie. (Peer Bergholter)

Hier kommen Sie auf die Seite Leben im Alter

https://doc.hna.de/webreader-v3/index.html#/943341

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