SPD-Kandidat erobert mit 53,4 Prozent Kaufunger Rathaus nach sechs Jahren zurück

Klarer Sieg für Arnim Roß

SPD und Familie haben gut lachen: Im Kaufunger Rathaus regiert mit Arnim Roß (47, 2. von rechts) ab Juli wieder ein sozialdemokratischer Bürgermeister. Unser Bild zeigt von links Sohn Arvid, Ehefrau Katja Schöne, Tochter Lina und die Landtagsabgeordneten Timon Gremmels (Niestetal) und Brigitte Hofmeier (Oberweser) gestern Abend Sekunden, nachdem der Sieg feststand. Foto: Koch

Kaufungen. Das Kaufunger Rathaus ist wieder in sozialdemokratischer Hand: Mit 53,4 Prozent der Stimmen landete SPD-Kandidat Arnim Roß bei der Bürgermeisterwahl gestern einen deutlichen Sieg. Amtsinhaber Peter Klein schaffte lediglich 46,6 Prozent und muss nach nur sechs Jahren den Chefsessel im Rathaus zum 1. Juli wieder räumen.

Am Ende hatte Roß mit 3004 Stimmen 386 mehr auf dem Konto als der parteilose Peter Klein, der als CDU-Kandidat angetreten war. Die Wahlbeteiligung lag mit 55,3 Prozent etwa zwei Prozent über der im ersten Wahlgang vor sechs Jahren.

Auf der Bühne des Bürgerhaussaales verfolgten am Ende fast 200 Menschen, wie die Ergebnisse aus den elf Wahllokalen einliefen. Dabei hatte Klein zunächst die Nase vorn, er gewann Papierfabrik und den Wahlbezirk 2 in Niederkaufungen und lag um 18.17 Uhr sogar 85 Stimmen vor Roß. Doch das Blatt wendete sich schnell.

Roß gewann alle Wahlbezirke in Oberkaufungen deutlich, lag um 18.25 Uhr mit 441 Stimmen klar in Front und wurde um 18.32 Uhr von seinen Anhängern mit Bravo-Rufen und prasselndem Beifall begrüßt, als er mit seiner Familie auf der Bühne eintraf.

Der sichtlich gezeichnete Peter Klein erwies sich als fairer Verlierer, gratulierte Roß und wünschte ihm eine gute Hand bei seiner Arbeit im Interesse Kaufungens.

Als das Endergebnis um 18.44 Uhr feststand und Roß den ersten Gratulantenreigen hinter sich hatte, bedankte sich der künftige Bürgermeister bei seinen Parteifreunden und Wählern. Sein erster Gruß galt dem unterlegenen Peter Klein, der sich fast sechs Jahre für die Gemeinde eingesetzt habe.

„Ich bin mir der hohen Erwartungen an mich bewusst“, sagte Roß, der sich von einer Unterstützung weiter über SPD und Grüne Linke Liste hinaus „getragen gefühlt“ hat. Sein Versprechen: „Ich will mich für eine Politik mit mehr Offenheit und Menschlichkeit einsetzen und lade alle Parteien ein, mit mir zusammen für die Zukunft unseres Kaufungens zu arbeiten.“

Wahlverlierer Peter Klein, der für das Bürgermeisteramt vor sechs Jahren seinen Beamtenstatus aufgegeben und erstmals in der Nachkriegszeit das Kaufunger Rathaus der SPD abgerungen hatte, geht zunächst in eine ungewisse Zukunft, aber: „Das Leben geht weiter“, sagte er.

Von Thomas Stier

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