HNA-Markt: Michele Jahn verkauft ein Klavier aus dem Hause Carl Scheel

HNA-Markt: Klavier mit vollem, weichem Ton

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Wird mit verkauft: Der höhenverstellbare Klavierhocker.

Den Beruf zu finden, in dem man sich rundum wohl fühlt, damit tun sich viele Menschen schwer.

Nicht so Michele Jahn. Für die 20-Jährige aus Ahnatal-Weimar steht fest, dass sie ihre Erfüllung in der Musik findet, und dementsprechend sehen ihre beruflichen Pläne aus. „Ich werde Opernsängerin“, sagt sie, und strahlt dabei über das ganze Gesicht.

Bereits seit vier Jahren nimmt sie Gesangsunterricht. Vor zwei Jahren kaufte sie von einem privaten Anbieter ein Klavier. „Ich möchte erst mal Musikpädagogik studieren, da ist ein Klavier unerlässlich“, sagt die junge Frau.

Allerdings verbringt sie viel Zeit an dem Instrument. Und da sie mit ihren Eltern zusammen wohnt, müssen die Übungsstunden gut abgestimmt sein. Um ihre Zeit besser nutzen und freier üben zu können, verkauft Michele Jahn jetzt ihr Instrument mithilfe einer Anzeige im HNA-Kleinanzeigenmarkt. Sie möchte sich stattdessen ein E-Piano zulegen.

Lob vom Kapellmeister

Das Klavier stammt aus der Werkstatt des renommierten Klavierbauers Carl Scheel. In dem Kasseler Betrieb wurden ab 1846 Klaviere gebaut, die als besonders hochwertig galten. Der Komponist und Geigenvirtuose Louis Spohr, vormals Hofkapellmeister und damals frisch ernannter Generalmusikdirektor in Kassel, lobte ein Jahr später den „vollen, klingenden und weichen Ton“, die einem Pianoforte aus dem Hause Scheel eigen sind.

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HNA-Markt: Sensibler Anschlag für vollen, weichen Ton

Wann genau ihr Klavier gebaut wurde, weiß Michele Jahn nicht. „Ich hatte mir noch ein zweites Klavier angesehen. Aber dieses Instrument hat mich sofort begeistert“, sagt die Musikerin. Der Korpus besteht aus Hartholz, die Oberfläche ist mittelbraun mit einem Stich ins rötliche und vollkommen unverziert. Vor allem der Tastaturanschlag hat es der Fachabiturientin angetan. „Durch die Art des Widerstandes lernt man von Anfang an, die Intensität des Anschlags sensibel zu dosieren – je nachdem, welchen Effekt man erreichen möchte“, sagt sie.

Hocker ist mit dabei

Für den Transport des Instrumentes sorgt der Käufer. Ein höhenverstellbarer Klavierhocker gehört dazu. Das Klavier sollte nach einer gewissen Akklimatisierung an die neue Umgebung in jedem Fall gestimmt werden.

Nach ihrem Fachabitur mit Fachrichtung Gestaltung wird Michele Jahn zunächst ein Freiwilliges Soziales Jahr durchlaufen.

Neben ihrem Studium möchte sie ihre Gesangsausbildung weiter vorantreiben. „Als Mezzosopranistin auf den Bühnen dieser Welt stehen – das ist mein Traum“, sagt sie.

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