Kleiderkammern brauchen Nachschub: Wintersachen sind sehr knapp

Kassel. Kassels Helfer bitten jetzt selbst um Hilfe: Die Kleiderkammern, in denen viele arme Menschen Mäntel, Hosen, Schuhe und mehr finden, sind weitgehend leer. Vor allem warme Winterkleidung wird gebraucht.

Weil der Winter früh und kalt begonnen hat, war und ist die Nachfrage in den Einrichtungen groß. Brauchbarer Nachschub aber ist knapp.

Warme Herrensachen wie Jacken, Mäntel, Pullover und Hemden sind in der Kleiderkammer des Diakonischen Werkes an der Hermannstraße 6 derzeit knapp, sagt Anleiterin Ina Gröbner. Im ebenfalls zum Diakonischen Werk gehörenden Secondhand-Laden „Sprungbrett“ am Steinweg 5 fehlt es derzeit vor allem an warmen und wetterfesten Winterschuhen für Erwachsene und Kinder. Auch Schneeanzüge für Kinder sind fast ausverkauft, die Nachfrage nach warmer Kinderkleidung sei jedoch derzeit groß, sagt Leiterin Gudrun Grosse.

Es sind Bedürftige mit Anspruch auf ermäßigten Einkauf, aber auch Normalverdiener, Familien mit Kindern und viele ältere Menschen mit einer knappen Rente, die hier nach günstiger und guter gebrauchter Kleidung suchen. Die Zahl der Kunden sei in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, hat Gudrun Grosse beobachtet.

Auch im Kleidermarkt des Deutschen Roten Kreuzes an der Helmholtzstraße 6 ist der Bedarf an Pullovern, Jacken, Kinder-Schneeanzügen und anderen Wintersachen derzeit sehr groß. Hier werden zu günstigen Preisen gute gebrauchte Sachen verkauft. Dies sei jedoch zunehmend schwieriger, berichtet Leiterin Bianca Castillo. Denn sowohl die Zahl der Spenden als auch die Qualität der abgegebenen Sachen habe deutlich abgenommen, beklagt sie. Unter den abgegebenen Spenden fänden sich nur rund 25 Prozent Sachen, die zum Tragen noch gut genug sind.

Von Martina Heise-Thonicke

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