In die Messehallen kamen schon gestern hunderte Besucher zur Modellbauausstellung - sie läuft bis Sonntag

Modellbauausstellung in Kasseler Messehallen: Wie klein die Welt doch ist

Kassel. Eine Modellbauausstellung ist vor allem eins: Ein Spielplatz für Jungen und Männer. Die einen steuern und die anderen staunen nur. Bereits am Freitag kamen hunderte Besucher in die Kasseler Messehallen, wo die „Erlebniswelt Modellbau“ ihre Türen geöffnet hatte.

Noch bis zum Sonntagabend ist dort Hessens größte Schau der kleinen Art zu bestaunen.

Mancher nutzt die Ausstellung zum fachsimpeln, andere sind auf der Jagd nach den außergewöhnlichsten Nachbauten im Miniaturformat. Eines dieser Modelle stellt Mario Helms aus Hildesheim aus. Er präsentiert auf acht Metern Länge eine Strandpromenade mit Bahnanlage – die Gestaltung ist an einen Badeort an der Ostsee angelehnt. Etwa 5000 Euro habe er investiert.

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Kein Wunder, dass der Modellbauer laut wird, als ein allzu forscher Besucher mit den Händen in seine Modelllandschaft greift. Der interessierte Nordhesse blafft zurück: „Reg dich nit uff Kerle“. Helms regt sich aber auf. Er erklärt, es steckten viele hundert Stunden Arbeit in diesen Modellen.

Wie alle anderen 400 Modellbauer, die sich in den Messehallen präsentieren, ist er aus Spaß an der Sache nach Kassel gekommen. Jeder, der seine Nachbauten präsentiert, erhält dafür nur eine Aufwandsentschädigung. Anders als die Händler, die Zubehör verkaufen, müssen die Modellbauer aber keine Standgebühren bezahlen.

Aber nicht nur optisch bemühen sich die Bastler um Authentizität. So stecken in einigen Modellen kleine Lautsprecher, aus denen simulierte Motorengeräusche kommen. Aus dem Auspuff mancher Fahrzeuge dampfen sogar Abgase, die mit Petroleum erzeugt werden.

Hessens größte Modellbaumesse in Kassel

Auch 20 Modellbauvereine aus der Region stellen aus: Darunter der Mini-Truck-Club Söhrewald, Kasseler Modellbootvereine und Piloten, die ferngesteuerte Flugzeuge und Helikopter navigieren. Abgeschirmt durch ein Sicherheitsnetz können die Besucher zumindest die Hubschrauber in Aktion bestaunen. Für die Flugzeuge reicht der Luftraum nicht aus.

„Ein Absturz kostet mich etwa 300 Euro“, erzählt Heiko Lizan, der eine Flugschule für Modellhubschrauber in Schauenburg betreibt. Ein Schaden könne aber auch schnell in die Tausende gehen. Aber im Modellbau zählen bekanntlich andere Maßstäbe.

Geöff net: Samstag und Sonntag, jeweils 9 bis 18 Uhr.

Eintritt: Zehn Euro, ermäßigt acht Euro. Kinder bis sechs Jahre sind frei. 

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