OB unterstützt Ortsbeirat bei Forderung nach eingeschränkter Bebauung

Kleine Lösung für Dönche

Beliebtes Erholungsgebiet: Spaziergänger sind auf der Dönche häufig anzutreffen. Die geplante Wohnbebauung am Ortsrand von Nordshausen soll gehörigen Abstand halten.   Archivfoto: Herzog

Nordshausen. Die Stadt arbeitet an einem dreistufigen Rahmenplan für eine Wohnbebauung am nördlichen Rand von Nordshausen in Nachbarschaft zur Dönche, ein umstrittenes Projekt. Doch wer beim Bürgerforum am Donnerstag in Nordshausen heiße Debatten erwartete, wurde enttäuscht. Denn Oberbürgermeister Bertram Hilgen signalisierte unter dem Applaus der rund 60 Besucher, dass er auf die Linie des Ortsbeirats eingeschwenkt ist. Danach soll das geplante Baugebiet vor der Straße „An der Dönche“ enden.

Somit würde nur die erste Stufe des ursprünglich von der Stadt geplanten dreistufigen Erschließungsprojekts umgesetzt. Dafür werde er sich im Magistrat einsetzen, versprach Hilgen.

Der Verwaltungschef machte aber zugleich klar, dass mit dem - vom Ortsbeirat und Naturschützern favorisierten - abgemagerten Projekt seiner Ansicht nach hohe Risiken verbunden seien. Die für das Baugebiet vorgesehenen Grundstücke seien überwiegend in Privatbesitz. Die Eigentümer könnten nicht zum Bauen oder zum Verkauf an Bauwillige gezwungen werden. Er glaube außerdem nicht, dass junge Familien - wie vom Ortsbeirat erhofft - in den Dorfkern Nordshausens ziehen, wenn sie im geplanten Neubaugebiet nicht zum Zuge kämen.

Eine Reihe von Zuhörern des Bürgerforums forderte Hilgen auf, mehr für die Belebung und die Sanierung des Ortskerns zu tun. Es gebe beispielsweise viele ältere Menschen, die gern in barrierefreie Wohnungen umziehen würden, sagte Marianne Kirschenlohr.

Dr. Klaus Schmidt-Hurtienne vom Vorstand des Fördervereins Klosterkirche bat wie sein Amtskollege Fritz Poppenhäger um die Unterstützung der Stadt bei der geplanten Ansiedlung einer Außenstelle der Montessori-Schule im Gemeinde- und Pfarrhaus.

Technische und fachliche Hilfe des Rathauses sagte Hilgen zu. Doch Geld für die Förderung privater Projekte im Dorfkern habe die Stadt nicht, erklärte der OB. Da sei der Ortsbeirat gefragt, bei den Hauseigentümern um Veränderungen zu werben. Fotos: Dilling

Von Peter Dilling

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