Hilfe bei Aus- und Weiterbildung

Kleine im Netzwerk stark: 30 Betriebe kooperieren als Maschinenbau-Partner

Hat das Netzwerk initiiert: Stefan Koch (links). Auf unserem Foto ist auch Werkzeugmechaniker Christian Leder bei der Endmontage einer Reinigungsglocke zu sehen. Foto: Malmus

Kassel/Baunatal. 2008 initiierte der Baunataler Unternehmer Stefan Koch das Netzwerk „DieMaschinenbauPartner“, heute zählt die Kooperationsgemeinschaft kleiner und mittlerer Unternehmen rund um den Maschinen- und Vorrichtungsbau für Auto-, Luftfahrt- und Medizintechnik-Industrie gut 30 Mitglieder mit 700 Beschäftigten in Nordhessen und angrenzenden Regionen.

Ziele des Netzwerks sind, große Aufträge hereinzuholen, die den einzelnen Mitgliedsbetrieb finanziell, technisch und personell überfordern würden, Kompetenzen und Kräfte zu bündeln, gemeinsam zu entwickeln, aus- und fortzubilden.

„Mit den MaschinenbauPartnern können sich kleine Unternehmen groß aufstellen“, erklärt Netzwerk-Manager Volker Nicolai den Hintergrund der Initiative. Was das einzelne Unternehmen allein nicht leisten könne, sei im Netzwerk von Anlagenbauern, Ingenieur- und Konstruktionsbüros, Dienstleistern, Qualitätssicherern, Designern, Software-Entwicklern und Institutionen wie das Luftfahrt-Netzwerk CCA möglich. „Auf diese Weise haben wir schon viel nach Nordhessen geholt, was anderenfalls woanders gelandet wäre“, sagt Nicolai.

Beispiele für erfolgreiche Kooperationen der Mitgliedsunternehmen sind Aufträge von Airbus, Triebwerksbauer Rolls-Royce und Medizintechnik-Hersteller B.Braun Melsungen.

Alle zwei Jahre präsentiert sich das Netzwerk einer breiten Öffentlichkeit. Am 10. Oktober ist es wieder so weit. In der Baunataler Stadthalle informieren die Unternehmen von 9.30 bis 17 Uhr über ihr Leistungsspektrum. Wie 2012 erwarten die MaschinenbauPartner rund 1000 Besucher.

Schwerpunkte der Innovationsschau sind in diesem Jahr die Themen Ausbildung und Gesundheitsmanagement im Betrieb. Bei der Ausbildung gehen die angeschlossenen Unternehmen neue Wege. So schnuppern die jungen Leute in andere Berufsbilder in den Partnerbetrieben hinein, um das komplexe Zusammenspiel etwa von Planern, Konstrukteuren, Designern und Herstellern besser zu verstehen, was später zu großen Synergie-Effekten führt.

Dabei achtet das Netzwerk darauf, dass auch benachteiligte Jugendliche sowie Schüler mit Lernrückständen und Erziehungsproblemen eine faire Chance in der Berufswelt bekommen. Und die Gesundheitsförderung der qualifizierten Mitarbeiter nimmt auch in kleinen und mittleren Betrieben einen wachsenden Stellenwert ein.

Ansprechpartner im Netzwerk sind die Albert Koch GmbH in Baunatal, Tel. 05601/94 92 840, info@die-maschinenbaupartner.de und Volker Nicolai, Tel. 05601/89 46 46, info@nicolai-design.com

Von José Pinto

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