Forderungen richten sich an die neuen Parlamentarier in Kassel

Klima-Demo vor Kasseler Stadtverordnetenversammlung

Arvid Jasper (vorne links) und Christian Wenzel vom Klimaaktionsbündnis Kassel bei einer Klima-Demo in Kassel. Im Hintergrund eine Gruppe Scientists for Future und Vertreter der Kasseler Stadtverordneten.
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Verlasen einen Offenen Brief an die Stadtverordneten: Arvid Jasper (vorne links) und Christian Wenzel vom Klimaaktionsbündnis. Im Hintergrund eine Gruppe Scientists for Future und Vertreter der Stadtverordneten.

Mit der Forderung „Kassel muss in Sachen Klima zügig handeln“ richtete sich eine Aktion des Klimaaktiosbündnisses Kassel, Scientists For Future und anderen Umweltgruppen an die neue Stadtverordnetenversammlung.

Kassel. Es war ein großer Auftritt mit viel Presse für eine riesengroße Postkarte sowie einen Offenen Brief mit formulierten Forderungen. Umweltorganisationen und -gruppierungen, allen voran das Klimaaktionsbündnis Kassel, erregten am Montagnachmittag vor dem Kongress-Palais – an die Augen und Ohren der neuen Stadtverordneten gerichtet – mit Aktionen Aufmerksamkeit für ihre Forderung nach einer zügigen Umsetzung der Vorschläge des Kasseler Klimaschutzrats.

„Wir sind äußerst besorgt über die aktuell düsteren Zukunftsaussichten durch die Erderwärmung“ beginnt der Text auf der Tafel. Die neuen Fraktionsvorsitzenden waren eingeladen, die Forderungen vor dem Kongress-Palais entgegen- und mit in die Versammlung hineinzunehmen, und fast alle waren auch gekommen. 145 Unterstützer – Organisationen und Unternehmer – vom BUND über das Kulturzentrum Schlachthof, Bali-Kino, die GEW bis zur Evangelischen Jugend fordern: „Wir müssen jetzt gemeinsam handeln. Wir müssen endlich die gesamtgesellschaftliche Kehrtwende einläuten, statt an kleinsten Symptomen herumzudoktern.“ Gefordert werden strukturelle Veränderungen in Politik und Verwaltung. Das umfasst beispielsweise die Einrichtung eines Klimaschutzdezernats, eine Klimakrisensondersitzung der Stavo und eine Überprüfung aller städtischen Entscheidungen, ob sie mit Klimaneutralität 2030 vereinbar sind. Klimaschutz müsse zur Kernaufgabe der Stadtverwaltung werden. Die Scientists for Future wünschen sich etwa eine „koordinierende, beratende und logistische Unterstützung“ von Eigentümern bei der energetischen Sanierung von Immobilien.

Von den Linken gab es gleich vor Ort eine schriftliche Reaktion, die von Fraktionschefin Violetta Bock übergeben wurde: „Auf uns könnt ihr zählen. Und wir zählen auf euch. Denn Kassel muss handeln.“  (Christina Hein)

Infos: kassel-muss-handeln.de

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