Am Dienstag präsentieren Jugendliche aus fünf Stadtteilen das Projekt „Kassel (un)erhört“

Klingende Vielfalt der Stadt

Kassel. Wie klingt eigentlich eine Stadt? Wie kann man die Besonderheiten eines Stadtviertels in Musik fassen? Diese Frage stand am Anfang des Projekts „Kassel (un)erhört!“, das gemeinsam von den Initiativen Kzwo10 e.V. und „neue töne für junge ohren“ entwickelt wurde.

Am Dienstag stellen nun 170 Jugendliche aus fünf Kasseler Stadtteilen ihre Ergebnisse im Schauspielhaus vor.

Ganz unterschiedlich waren die Herangehensweisen, mit denen die Jugendlichen aus den Stadtteilen Wolfsanger, Nordstadt, Vorderer Westen, Brückenhof und Wilhelmshöhe sich ihr jeweiliges Viertel musikalisch erschlossen haben. Zuerst zogen sie los, um mit Aufnahmegeräten Klänge aus ihrer Umgebung einzufangen, berichtet Bernhard Betzl vom Verein Kzwo10.

In Zusammenarbeit mit Schulen, Musik- und Jugendzentren vor Ort entstanden dann fünf Projekte, die teilweise in den Stadtteilen schon vorgeführt wurden und jetzt im Rahmen des Stadtjubiläums Kassel 1100 gemeinsam präsentiert werden. So haben im unter Anleitung des Perkussionisten Olaf Pyras im Kulturzentrum Schlachthof Kinder aus der Nordstadt einen „Schlacht-Groove“ entwickelt, der dann als musikalische Grundlage für eine von der Tänzerin Heike Wrede entwickelte Tanz-Performance diente.

In der Heinrich-Schütz-Schule in Wilhelmshöhe wurden zu einer selbst entwickelten Stadtteilmusik Kurzfilme und Videosequenzen erstellt. In Wolfsanger haben Schüler der Grundschule Hasenhecke sowie der Alexander-Schmorell-Schule zu ihren Musikkompositionen Kunstobjekte entworfen und gebaut.

Im Vorderen Westen haben Jugendliche einer Projektgruppe des Musikzentrums im Kutscherhaus (MiK) szenische Musik entwickelt und wurden dabei vom Blasorchester des MiK unterstützt. In Brückenhof führt ein Orchester der Lichtenbergschule eine Komposition des jungen Musikers Timm Siering auf - unterstützt von den Kursen für kunst und für Darstellendes Spiel der Lichtenbergschule. Grundlage dafür waren Interviews mit Bewohnern des Stadtteils Brückenhof.

Die Präsentation im Schauspielhaus, die vom Kulturamt und der Firma Wingas unterstützt wird, soll die lebendige Vielfalt Kassels dokumentieren. Moderiert wird der Nachmittag von Constanze Betzl (Kzwo10) und Olaf Pyras (neue töne für junge ohren).  

Kassel (un)erhört: Dienstag, 17 Uhr, Schauspielhaus.

Von Werner Fritsch

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