Göttinger Firma baut im Kasseler Osten für 3,2 Millionen Euro Reparatur- und Lackierbetrieb

Klinik für Autos und Lkw

Der Rohbau für das Reparatur- und Lackierzentrum wächst: Berkan und Cemil Bayer (vorn, von links) wollen den Betrieb an der Heiligenröder Straße im August eröffnen. Foto: Dilling

Kassel. Das Stahlskelett der 1800 Quadratmeter großen Halle mit Verwaltungstrakt an der Heiligenröder Straße steht schon, im August soll Eröffnung sein: Die Göttinger Firma Bayer Karosseriebau errichtet für 3,2 Millionen Euro im Kasseler Osten einen modernen Reparatur- und Lackierbetrieb für Autos, Lkw und Busse. Bayer will nach eigenen Angaben 30 Arbeitsplätze schaffen. Start soll mit zehn Mitarbeitern sein.

„Wir haben uns den Markt und die Kundenpotenziale angeschaut. Die Stadt ist in den vergangenen Jahren Logistikstandort geworden. Wir wollen uns einen festen Marktanteil erarbeiten“, sagt Berkan Bayer (36), der mit seinem Bruder Attila (40) die Geschäftsführung des „Bayer Karosserie- und Lackierzentrums Kassel“ übernehmen wird. Beide sind Maschinenbauingenieure. Der Familienname Bayer hat übrigens seine sprachlichen Wurzeln in der Türkei, die Übereinstimmung mit dem süddeutschen Bundesland ist nur ein Zufall.

Ihr Vater Cemil ist das Beispiel für die Erfolgsgeschichte eines türkischen Einwanderers: Der heute 74-Jährige, gelernter Techniker, Karosserie- und Lackiermeister, hat 1969 den einzelkaufmännisch geführten Betrieb in Göttingen gegründet und zuletzt 2012 für 950 000 Euro erweitert. Man beschäftige 38 Mitarbeiter und bilde sieben Lehrlinge aus, sagte der Seniorchef. Zu Umsatzzahlen will er sich nicht äußern. Nur so viel: Er sei „Vertrauenspartner der Versicherungswirtschaft“. Die Schadensversicherer hätten ihn auch ermuntert, in Kassel einen Betrieb für Unfallinstandsetzung aufzubauen. Die Kasseler Wirtschaftsförderung habe ihm geholfen, einen „wunderbaren Standort“ zu finden.

Berkan Bayer sieht in Kassel aufgrund des zunehmenden Verkehrs einen Wachstumsmarkt für Kraftfahrzeuginstandsetzungen. Die neue Werkstatt sei in weitem Umkreis „einzigartig“. Man biete „ein Servicepaket aus einer Hand“, vom Abschleppen bis zum Ausliefern des reparierten und lackierten Fahrzeugs sowie bis zu sechs Jahre Garantie.

Die Firma Bayer hat nach eigenen Angaben bereits seit Längerem einen Fuß in der Tür der Kasseler Branche. Man repariere schon Busse des regionalen Unternehmens RKH und Fahrzeuge von Telekom und Deutscher Post. Mit den Autohäusern wolle Bayer noch ins Geschäft kommen.

Die Firma sucht noch gelernte Fachkräfte aus dem Kfz-Bereich. Info und Kontakt: Bayer-Karosseriebau, Tel. 05 51/50 08 90, im Netz: www.bayer-karosseriebau.de

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