Aufsichtsrat ist sich einig

Hilgen: Sondersitzung zu Klinik-Chef Honsel nicht nötig

Kassel. Eine Sondersitzung des Aufsichtsrates der Gesundheit Nordhessen Holding (GNH) wegen der umstrittenen Personalie des neuen Kasseler Klinik-Chefs Karsten Honsel halten die Stadtverordneten mehrheitlich für unnötig.

Ein Antrag der CDU-Fraktion stieß auf breite Ablehnung.

Karsten Honsel

Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) sagte, der Aufsichtsrat habe keinen weiteren Klärungsbedarf. Er habe vor Weihnachten alle Mitglieder angeschrieben und gefragt, ob in Kenntnis der bekannt gewordenen Umstände weitere Diskussionen nötig seien. Hilgen: „Niemand sah Bedarf, sich mit der Stellenvergabe noch mal zu befassen.“ Das Millionen-Defizit des Klinikverbunds Hannover, wo Honsel im Vorstand saß, sei dem Aufsichtsrat vor der Stellenbesetzung bekannt gewesen, so Hilgen. Von den eingestellten Ermittlungen gegen den Hannoveraner Klinik-Vorstand im Zusammenhang mit Scheinselbstständigkeit hätten nicht alle gewusst.

Axel Selbert (Linke) bezeichnete es als Versagen des Aufsichtsrats, sich nicht ausreichend mit der Personalie Honsel beschäftigt zu haben. CDU-Fraktionsvorsitzender Norbert Wett nannte die Vergabe „fehlerhaft“. FDP-Fraktionschef Frank Oberbrunner sieht zwar auch Versäumnisse, ist aber gegen eine Auflösung des Vertrags mit Honsel. (bal)

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