Modernisierung der Diakonie-Kliniken über zehn Jahre hat 102 Mio. Euro gekostet

Klinik-Neubau bald fertig

Die Fassade ist fast komplett, der Innenausbau hat bereits begonnen: Bis zum Frühjahr 2015 sollen die Arbeiten an dem 27 Millionen Euro teuren Neubau der Diakonie-Kliniken fertig sein. Fotos:  Koch

Kassel. Nach zehn Jahren neigt sich die Runderneuerung der Diakonie-Kliniken dem Ende zu. „Im Frühjahr 2015 wollen wir mit dem Innenausbau fertig sein“, sagt Geschäftsführer Jens Wehmeyer. Nach elf Jahren Bautätigkeit im Quartier zwischen Goethestraße und Herkulesstraße und Investitionen in Höhe von 102 Millionen Euro ist dann ein vorläufiger Schlusspunkt erreicht. Für die kommenden zwei Jahrzehnte habe man keine größeren baulichen Veränderungen mehr vor, sagt Wehmeyer.

Für die direkten Nachbarn ist das eine gute Nachricht. Schon jetzt ist die Belästigung durch Baulärm deutlich geringer geworden.

Die Fassade des 27 Millionen Euro teuren zweiten Bauabschnitts wird derzeit noch mit Sandsteinen verkleidet. Der Innenausbau soll bis zum März 2015 fertig sein. Lediglich der Rückbau der Zufahrt für die Baufahrzeuge werde noch einmal für Staub und Lärm sorgen, sagt Bauleiter Marc Arnoldi. Für die gefällten Bäume werde es Ersatzpflanzungen geben.

Zentraler Standort

In das neue Gebäude werden mehrere geriatrische Stationen, die Aufnahme, eine Überwachungsstation und drei Pflegestationen einziehen. Die Diakonie-Kliniken haben bislang noch die drei Standorte Diakonissenhaus, Burgfeld-Krankenhaus und die Frauenklinik Dr. Koch. In dem Neubau im Vorderen Westen sollen mittelfristig alle Angebote konzentriert werden. Gemeinsam habe man vor zehn Jahren noch 500 Betten gehabt, gebraucht würden heute noch um die 350. Das hänge mit der bundesweit seit Jahren zu beobachtenden Verkürzung der durchschnittlichen Verweildauer in Krankenhäusern zusammen. „Als wir hier vor zehn Jahren mit dem Umbau angefangen haben, waren es im Schnitt noch elf Tage, heute sind wir bei knapp über sieben Tagen“, sagt Geschäftsführer Wehmeyer.

An den Kosten für den Neubau beteiligt sich das Land Hessen mit 22,5 Millionen Euro. 170  000 Euro steuert die Landeskirche bei, 4,8 Millionen Euro müssen als Eigenmittel aufgebracht werden.

Spuren der Vergangenheit

Das Kurhessische Diakonissenhaus gibt es seit 150 Jahren. An die Geschichte des Hauses, das im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und ab 1953 wieder aufgebaut wurde, soll eine Gedenktafel am Neubau erinnern. Bei den Arbeiten auf dem Grundstück wurden Bruchstücke der ehemaligen Mutterhauskirche gefunden.

Von Thomas Siemon

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