Klinik wechselt Partner

Rotes Kreuz Krankenhaus nun Lehrkrankenhaus der Unimedizin Göttingen

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Akademisches Lehrkrankenhaus: Nach einer 26-jährigen Kooperation mit der Universität Marburg bildet das Rot-Kreuz-Krankenhaus Kassel jetzt Medizinstudenten der Universitätsmedizin Göttingen aus. Foto

Kassel. Das Rot-Kreuz-Krankenhaus (RKH) Kassel ist seit dem 1. Januar dieses Jahres Akademisches Lehrkrankenhaus der Universitätsmedizin Göttingen. Zuvor hatte das Kasseler Krankenhaus 26 Jahre lang in der Ausbildung von Medizinstudenten während ihres Praktischen Jahres mit der Philipps-Universität Marburg zusammengearbeitet.

Seit Mitte vergangenen Jahres bestehen bereits Kooperationen zwischen der Uni Göttingen und dem RKH auf verschiedenen Ebenen, beispielsweise im Onkologie-Verbund Nordhessen und im Traumanetzwerk Göttingen-Kassel. Auch die radiologische Befundung übernimmt die Universitätsmedizin Göttingen für das RKH. „Es war eine logische Konsequenz, auch in der Lehrtätigkeit zu kooperieren“, sagt Geschäftsführerin Elisabeth Deterding auf HNA-Anfrage. Eine Zusammenarbeit über die Lehrtätigkeit hinaus habe es mit der Universität Marburg nicht gegeben.

Geschäftsführer Michael Gribner erhofft sich von der Kooperation auch, qualifizierten ärztlichen Nachwuchs zu gewinnen. „Junge, gut ausgebildete Mediziner werden zunehmend wichtiger für die Qualität eines Klinikstandortes“, sagt Dr. Mathias Kleiß, Bereichsleitender Arzt Onkologie.

Für ihn ist auch die Nähe zu Göttingen ein großer Pluspunkt im Vergleich zu Marburg. Auch viele Mitarbeiter des Rot-Kreuz-Krankenhauses wohnten in Göttingen. Außerdem studiere eine Reihe junger Menschen aus Kassel dort Medizin. Auch bei Überweisungen von Patienten, etwa bei komplexen Krankheitsbildern wie Krebs, biete die Zusammenarbeit mit der Universität Göttingen aufgrund der räumlichen Nähe Vorteile.

Zusätzlich zur Gewinnung von qualifiziertem ärztlichen Nachwuchs biete die Lehrtätigkeit für ein Krankenhaus auch den Vorteil, immer auf dem neuesten medizinischen Stand sein zu müssen. Davon wiederum profitierten auch die Patienten. Kleiß: „Wer lehrt, der lernt.“ Laut Kleiß werden am Rot- Kreuz-Krankenhaus pro Jahr zwölf Medizinstudenten ausgebildet. Das Praktische Jahr gliedert sich in Trimester. Ausgebildet werden die Studenten in den Bereichen Innere Medizin, Chirurgie und einem Wahlfach. Am RKH können sie wählen zwischen Anästhesie sowie Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Im Gespräch als weiteres Wahlfach ist laut Kleiß außerdem die Plastische Chirurgie.

Von Mirko Konrad

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