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Klinikum bietet neue Ausbildung an: Im Oktober startet Lehre zum Anästhesie-Technischen Assistenten in Kassel

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Von: Anna-Laura Weyh

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Haben die Weiterbildung zur Fachpflegekraft für Anästhesie gemacht: von links Leonie Wehner, Krankenpflegerin aktuell in Weiterbildung, und Markus Kilch, Fachkrankenpfleger am Klinikum Kassel.
Haben die Weiterbildung zur Fachpflegekraft für Anästhesie gemacht: von links Leonie Wehner, Krankenpflegerin aktuell in Weiterbildung, und Markus Kilch, Fachkrankenpfleger am Klinikum Kassel. © anna weyh

Das Klinikum Kassel bietet ab Herbst eine Ausbildung zum Anästhesie-Technischen Assistenten an. Bewerbungen können ab sofort eingereicht werden.

Kassel – Sich um Menschen kümmern, aber dabei auch technisch arbeiten und mit allen medizinischen Fachbereichen kooperieren. Der Alltag eines Anästhesie-Technischen Assistenten (ATA) ist abwechslungsreich. Das Klinikum Kassel bietet nun erstmalig ab Herbst eine Ausbildung dazu an. Bewerbungen können ab sofort eingereicht werden.

ATA betreuen die Patienten von der Einleitung der Narkose bis hin zum Erwachen nach der Narkose im Aufwachraum. Bislang absolvierten Krankenpfleger nach Abschluss ihrer Ausbildung noch eine Weiterbildung zum Fachkrankenpfleger für Anästhesie. Vor zwei Jahren wurden die Ausbildungsberufe der Gesundheits- und Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege in einem neuen Berufsbild der Pflegefachkraft zusammengelegt.

„Durch erweiterte Einsätze in der Altenpflege und ambulanten Pflege können Auszubildende kaum noch im OP und der Anästhesie eingesetzt werden“, sagt Volker Pape, Bereichsleiter der Akademie für Bildung am Klinikum. Daher stehe ein Fachkräftemängel in diesen Bereichen bevor. Die staatlich anerkannte Ausbildung für ATA ist speziell auf den Anästhesie-Bereich zugeschnitten und startet zum ersten Oktober erstmals am Klinikum. Das wurde für die Qualität seiner Pflegeausbildung mit dem zertifizierten Gütesiegel „Best Place To Learn“ ausgezeichnet. Für die ATA-Ausbildung vorausgesetzt wird ein Realschulabschluss.

Die theoretischen Einheiten finden in der Akademie für Bildung im Klinikum statt. „In der Praxis werden Auszubildende von speziell ausgebildeten Praxisanleitern, die alle erfahrene Anästhesiepflegekräfte sind, eng begleitet. Dort wird niemand allein gelassen“, sagt Pape. Insgesamt soll es 20 Lehrplätze geben. „Die Übernahmechancen sind nahezu perfekt“, versichert der Bereichsleiter. „Wir wollen nicht nur ausbilden, wir wollen auch einstellen.“

Zwei der mehr als 60 Anästhesie-Krankenpfleger, die im Klinikum Kassel beschäftigt werden, sind Leonie Wehner und Markus Kilch. Beide haben nach ihrer Ausbildung zum Krankenpfleger noch die Weiterbildung für den Anästhesie-Bereich absolviert. Ihr Job begeistert sie Tag für Tag.

„Es ist deutlich medizinlastiger als der klassische Pflegeberuf“, sagt Kilch. Die Pfleger kommen in den Kontakt mit den Patienten, haben aber auch die technische Komponente fest integriert.

Jeder Arbeitstag ist anders. Es gibt Bereiche, vor allem in der Neurochirurgie und Herzchirurgie, da dauere ein Eingriff schon mal bis zu zwölf Stunden. Kleine Eingriffe bei Kindern oder auch im Bereich der Gynäkologie seien teilweise bereits nach zehn Minuten erledigt. Mehr als 40 000 Narkosen gibt es pro Jahr im Kasseler Klinikum. (Anna Weyh)

Weitere Informationen unter gesundheit-nordhessen.de. Bewerbungen können online über die Webseite eingereicht werden.

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