Patienten profitieren von der Medikationsanalyse

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Dreimal Klinische Pharmazie: Silke Esmann, Nils Balnojan, Mary Asef (nicht im Bild) und Jonas Ohlwein führen in der Landgraf-Karl-Apotheke alle Medikationsdaten eines Patienten zusammen, um Wechselwirkungen so weit wie möglich zu vermeiden und so die Arzneimitteltherapiesicherheit zu erhöhen.

Kassel. Um eine detaillierte Medikationsanalyse durchführen zu können, ist eine spezielle Ausbildung nötig – die Klinische Pharmazie ist seit einigen Jahren endlich Bestandteil des Pharmazie-Studiums in Deutschland“, berichtet Apothekerin Angela Müller-Rebstein.

„Wir sind sehr stolz, vier Apotheker mit dem Staatsexamen in Klinischer Pharmazie in unserem Team zu haben.“

Diese vier jungen Wissenschaftler – Silke Esmann, Mary Asef, Nils Balnojan und Jonas Ohlwein – sammeln die verfügbaren Informationen zu den Arzneimitteln des Patienten und werten diese aus. Unterstützt wird diese Arbeit in der Landgraf-Karl-Apotheke mittels Zugriff auf umfangreiche Datenbanken der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

Ergebnis ist eine ausführliche Analyse möglicher Wechselwirkungen der verordneten Medikamente.

Mögliche Interaktionen

Arzneimitteltherapiesicherheit. Das ist kein Wort-Monstrum, sondern die Bezeichnung für eine Leistung, die jeder Patient von seinem Arzt oder Apotheker erwartet. Jeder kennt doch doch den Werbe-Zusatz „Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie …“.

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Aber: Mehr Heilungs-Chancen für Kranke und eine allgemein längere Lebenserwartung – das ist der Segen der vielen neuen Medikamente, die in den vergangenen Jahren entwickelt wurden. Damit wuchs jedoch auch die Zahl der möglichen Interaktionen zwischen pharmazeutischen Präparaten.

Dazu kommen Stoffe aus Lebens- und Nahrungsergänzungsmitteln. Außerdem konsultieren viele Patienten neben ihrem Hausarzt oft mehrere Fachärzte.

Ein Gesamtüberblick über die verordneten Medikamente ist dem Arzt dann kaum noch möglich – durch unerwünschte Wechselwirkungen sterben auch in Deutschland immer noch Menschen.

Darum hat der Gesetzgeber im E-Health-Gesetz (gültig seit 1. Januar 2016) unter anderem auch geregelt, dass Patienten, die drei oder mehr Arzneimittel dauerhaft anwenden, seit Oktober 2016 einen Anspruch auf einen Medikationsplan haben. Erstellt wird dieser vom Arzt. (pcj)

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