Der alte Durchgang zum Kreuzgang soll geöffnet werden – Geld vom Förderverein

Klosterkirche wird Baustelle

Bogenförmig zugemauert: Das früher als Verbindung zum Kreuzgang genutzte Tor soll wieder geöffnet werden. Pfarrer Markus Himmelmann (rechts) und Klaus-Dieter Schmidt-Hurtienne vom Förderverein studieren die Pläne. Fotos: Koch

Nordshausen. Wer die Klosterkirche in Nordshausen betritt, spürt sofort, dass dieses historische Gebäude etwas Besonderes ist. Alt und ehrwürdig mit einer Akustik, die weit über die Stadtgrenzen bekannt ist.

Damit das so bleibt, muss die Klosterkirche dringend saniert werden. Die Heizungsanlage ist völlig veraltet, im Winter läuft Kondenswasser die Wände hinab. Eine neue Heizung im Fußboden soll Abhilfe schaffen und dazu beitragen, die hohen Energiekosten zu senken. „Wir können jetzt endlich mit den Arbeiten beginnen“, sagt Pfarrer Dr. Markus Himmelmann.

Nach historischem Vorbild

Er freut sich darüber, dass von den Jugendfußballern des SV Nordshausen über die Freiwillige Feuerwehr bis zu Mitgliedern der Kirchengemeinde viele Menschen bereit sind, mit anzupacken. Durch Eigenleistung könne man einige Tausend Euro sparen. Trotzdem wird die Sanierung nicht billig. Gut 400 000 Euro kosten die neue Heizung, die Modernisierung der Elektrik und die Auffrischung der Wandfarbe nach historischem Vorbild. Neben dem Geld, das die Landeskirche und die Stadtkirche zur Verfügung stellt, sind Spenden mehr als willkommen.

Jeder Euro, der so zusammenkommt, wird durch den Kirchenbauerhaltungsfonds der Landeskirche verdoppelt.

So kam auch das Geld für ein seit Jahren geplantes Projekt zusammen. In den nächsten Monaten soll die zugemauerte Öffnung zum früheren Kreuzgang der Klosterkirche wiederhergestellt werden.

26 000 Euro bringt der Förderverein für das Kultur- und Sozialzentrum Klosterkirche auf, die gleiche Summe steuert die Kirche bei. In einem Jahr sollen Brautpaare und Konfirmanden durch diesen Zugang in die Kirche gehen können.

Die bogenförmige Öffnung wird mit zwei großen Glastüren in einem Stahlrahmen eingefasst. „Die Kirche wird heller, außerdem bekommen wir im Innenraum neue Möglichkeiten für Konzerte und andere Veranstaltungen“, sagt Klaus-Dieter Schmidt-Hurtienne, der Vorsitzende des Fördervereins.

Er hofft auf Freiwillige, die mithelfen, den Weg zu dieser neuen Kirchentür zu pflastern.

Zweiter Abschnitt

In einem zweiten Bauabschnitt sollen die mit vielen Schichten Farbe bedeckten Wände in der Kirche saniert werden. Ein Restaurator hat bereits den Untergrund untersucht. Ziel ist es, den historischen Kalk-Sand-Putz wieder freizulegen. Eine neue Beleuchtung und eine moderne Lautsprecheranlage stehen ebenfalls auf der Wunschliste. „Wir freuen uns über jede Spende“, sagt Pfarrer Himmelmann. Seine Gemeinde bittet er um Geduld. Die Gottesdienste werden mindestens bis zum Dezember im Bürgerhaus, Korbacher Straße 235, stattfinden.

Kontakt: Tel. 81 67 62 14

Mehr über die Klosterkirche unter: http://kassellexikon.hna.de/Klosterkirche_Nordshausen

Von Thomas Siemon

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