Kluger Schritt - ein Kommentar zum Vorgehen der Kassel-CDU

Ist das der Befreiungsschlag für Kassels CDU-Chefin Eva Kühne-Hörmann? So weit ist es wohl noch nicht. Aber: Der Sonderparteitag, auf dem der Vorstand die Vertrauensfrage stellt, ist ein kluger Schritt.

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Sehr wahrscheinlich nimmt Eva Kühne-Hörmann - wohl auf Anraten von Ministerpräsident und Landesparteichef Volker Bouffier - so Druck vom heimischen Kessel. Sie behält das Heft des Handelns in der Hand. Mehr noch: Sie spielt den Ball zurück ins Feld ihrer Kritiker.

Denn hinter vorgehaltener Hand wurde auch vor der Wahl parteiinterne Kritik an ihrer Strategie mit dem chancenlosen OB-Kandidaten Ernst Wegener und einem themenlosen Wahlkampf laut. Und selbst nach der Wahl hatten nur wenige den Mut, das öffentlich zu sagen. Jetzt müssen alle Farbe bekennen, die Kritiker wie die Getreuen. Und die Parteichefin steht nicht allein zur Debatte, sondern der gesamte Vorstand. Damit verteilt sie die Verantwortung für die Auswahl von Kandidat und Themen auf mehrere Schultern - das ist nicht nur gerechtfertigt, sondern auch clever.

Von Uli Hagemeier

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