Unternehmer starb im Alter von 77 Jahren

Krauss-Maffei-Wegmann-Miteigentümer Manfred Bode ist tot

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Im Alter von 77 Jahren verstorben: Dr. Manfred Bode.

Der langjährige Chef des Rüstungsunternehmens Krauss-Maffei Wegmann, Manfred Bode, ist tot. Der 77-Jährige, der zu den großen Unternehmerpersönlichkeiten der Region zählte, starb am 19. Oktober.

1979 hatte Bode die Geschäftsführung des 1882 gegründeten Kasseler Traditionsbetriebs von Vater Fritz und Onkel Engelhard Bode übernommen. Als Vorsitzender der Geschäftsführung der Krauss-Maffei Wegmann GmbH & Co KG (KMW) verlegte er 1999 seinen Dienstsitz nach München. KMW beschäftigt weltweit über 3000 Mitarbeiter, davon gut 1500 in Kassel.

Bode hatte nach dem Abitur als Praktikant bei Wegmann angefangen, an der Universität München Betriebswirtschaft studiert und in Köln promoviert. 1969 war er in das Familienunternehmen eingetreten. Über viele Jahre führte er KMW ausgesprochen erfolgreich und entwickelte das Unternehmen als Miteigentümer zu einem Waffenlieferanten von Weltrang.

Geschäftsbereiche ausgebaut

Ende 2015 schloss sich Krauss-Maffei Wegmann in einer Holding mit dem französischen Rüstungskonzern Nexter zusammen, um die nächste Generation von Kampfpanzern für die Bundeswehr und die französische Armee gemeinsam zu bauen. Im April dieses Jahres rechnete der Panzerbauer angesichts der wachsenden Zahl von Auslandseinsätzen und neuer Spannungen mit Russland mit Rüstungsaufträgen in dreistelliger Milliardenhöhe

Neben der Wehrtechnik hat die Wegmann-Gruppe unter der Regie Bodes auch den zivilen Geschäftsbereich ausgebaut.

Der promovierte Betriebswirtschafter war von 1976 bis 1998 ehrenamtlich im Vorstand der nordhessischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber aktiv. Ebenfalls ehrenamtlich arbeitete er im Präsidium des Vereins „Förderkreis Deutsches Heer“ seit dessen Gründung 1995 bis 2005 mit und engagierte sich im Regionalbeirat Süd der Commerzbank.

Ende 2005 zog sich Manfred Bode aus der operativen Führung des Rüstungskonzerns Krauss-Maffei Wegmann zurück und übernahm den Vorsitz im Aufsichtsrat. Erst im August dieses Jahres schied Bode aus dem Kontrollgremium aus. Sein Sohn Felix rückte nach.

Soziales Engagement

Der zurückgezogen lebende Firmenchef galt als ausgesprochen sozial engagierter Mensch. Er unterstützte die Arbeit mit Behinderten und förderte über Jahrzehnte das Kuratorium Aktion für Behinderte in Stadt und Landkreis Kassel. 

Manfred Bode war zudem auch der Kasseler Waldorfschule eng verbunden, die er einst als Schüler besucht hatte. Für sein Engagement wurde er im Jahr 2007 mit dem Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. 2009 erhielt er den Bayerischen Verdienstorden.

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