Veranstalter ist weiter optimistisch

Knacks für Knastlauf: Mia-Konzert abgesagt, bisher 800 Anmeldungen

+
Hürden überspringen: Das gilt nicht nur für Teilnehmer, die am Hindernislauf „break out and run free“ teilnehmen, sondern auch für die Veranstalter, die das Mia-Konzert absagen mussten.

Kassel. In fünf Wochen soll der Hindernislauf „break out and run free“ in Kassel starten. Zuletzt mussten die Veranstalter des Events, das einen Ausbruch aus der Justizvollzugsanstalt Elwe simulieren soll, Rückschläge hinnehmen:

Bisher haben sich 831 Teilnehmer angemeldet. Im März hatte der Veranstalter Querheads von bis zu 5000 Anmeldungen gesprochen, die man erwarte. Vergangene Woche wurde zudem das Konzert der Sängerin Mia abgesagt, das nach dem Lauf stattfinden sollte.

Allerdings nicht, weil zu wenig Karten verkauft worden sind, sondern aus platztechnischen und organisatorischen Gründen, teilte Pressesprecherin Anna Ramskogler-Witt von der Agentur Apublic mit. Diese übernimmt die Pressearbeit des Veranstalters Querheads. Auf Nachfrage, was das genau bedeute, hieß es, dass die „produktionstechnische Umsetzung der Mia-Show“ nicht ohne Weiteres möglich gewesen sei. Man wolle stattdessen alle Ressourcen für den Sport einsetzen. Übersetzt könnte man annehmen: Die Veranstalter können die Organisation der Show nicht stemmen.

„Wir bekommen viele positive Rückmeldungen.“

Die Veranstalter sind trotz der Konzertabsage und der bisher verhaltenen Anmeldezahlen weiterhin optimistisch. „Wir bekommen viel positive Rückmeldungen zum Beispiel auf Facebook“ , sagte die Sprecherin. Die Anmeldungen würden erfahrungsgemäß meist kurz vor der Veranstaltung noch steigen, weil viele Menschen sich erst spontan dazu entschieden. Bei der Zahl der 5000 Teilnehmer habe es sich nicht um die erwartete Anzahl der Teilnehmer gehandelt. „Wir mussten eine Maximalzahl von Teilnehmern angeben“, sagte Ramskogler-Witt. Und auch für das Mia-Konzert sei ein Ersatz gefunden. Das Berliner DJ-Duo Johnjon und Chopstick soll nach dem Lauf am 7. September abends auftreten. Das Geld für die Konzertkarten werde den Ticketkäufern erstattet.

Lesen Sie auch:

- Hindernislauf an der Elwe: Echte Inhaftierte könnten mitlaufen

- Einzigartiger Hindernislauf: Von der Elwe durch die Karlsaue

Zu der Möglichkeit, dass echte Inhaftierte an der Veranstaltung teilnehmen, teilte die Sprecherin mit, dass man das noch nicht wisse. Eine Teilnahme werde weiterhin geprüft. Zuletzt hatte es Gerüchte gegeben, dass Sponsoren deswegen abgesprungen seien. Es gebe bei so einem Event immer wieder viele Interessenten, mit denen es dann zu Verhandlungen komme oder beim Interesse bleibe. Das sei in der Branche gang und gäbe. Zuletzt habe man mit dem Flughafen Kassel-Calden einen lokalen Sponsor ins Boot holen können, sagte Ramskogler-Witt. Die Flughafen GmbH Kassel bestätigte, dass sie Kooperationspartner ist– allerdings müssten noch Details geklärt werden.

Christopher Posch, bekannter Fernsehanwalt aus Kassel und Schirmherr des Laufes, trainiert derweil für den 18-Kilometer-Lauf. Von der Konzertabsage habe er erfahren. Als Teilnehmer der Veranstaltung „gehe ich fest davon aus, dass der Lauf zustande kommt“, sagte Posch.

Von Max Holscher

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.