HNA-Markt: Knallbunt ist seine Lieblingsfarbe

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Olympiade, Lifestyle, Tauchen oder Skisport: Themen und Anlässe für neue Swatch-Uhren-Modelle werden immer wieder gefunden.

Krachende Farben, skurrile Motive, Muster und Ornamente, Licht am Ziffernblatt, eine drehbare Krone und das Ganze mit einem Uhrwerk aus Schweizer Fabrikation – Swatch-Uhren. Da kann ein Mensch mit Uhrentick nicht abseits stehen.

Ronny Kastner ist so einer: „Jeder Mensch hat einen Tick, ich habe eben einen Uhrentick.“

Den 52-Jährigen, der in Großenritte aufwuchs, faszinierten Uhren schon in Kindertagen, immerhin bargen die schönen Gehäuse geheimnisvolle Mechanismen. Noch heute hütet Ronny Kastner Regulatoren, Standuhren und andere Schätzchen.

Richtig erwischte ihn die Sammelleidenschaft jedoch Anfang der 80er-Jahre: Im Jahr 1983 tauchten die ersten Swatch-Uhren auf – vielfarbig, jung, frech und frisch, dem Zeitgeist entsprechend – und dem Lebensgefühl von Ronny Kastner: „Die fand ich Klasse, die haben mich richtig angepiekst.“ Die Farben, das Licht, der Kranz zum Drehen – „Sehr funktionell, präzise und doch alles so richtig zum Spielen, das hat mich angezogen.“ Und nicht nur ihn: „Ende der 80er-, Anfang der 90er-Jahre war das eine richtige Euphorie, jeder wollte die haben.“

Diese Euphorie ließ auch den jungen Mann zum Jäger werden: „Vor jedem Urlaubsflug wurde auf dem Weg zum Flieger zuerst im Duty-Free-Shop geluchst, was es Neues bei Swatch gab. Im Flieger habe ich dann sofort die Stewardessen angesprochen, gleich, wenn die mit dem Saftwagen durch den Gang schoben. Denn dort gab es immer die ganz besonderen Swatch-Modelle und ich wusste ja nicht, ob noch andere Sammler an Bord waren – ich wollte in jedem Fall unbedingt der Erste sein, der die Verkaufskollektion ansehen kann.“

Beschaffungsaufträge solcher Art bekamen auch Freunde und Bekannte, die auf Reisen gehen wollten.

Ronny Kastner kaufte anfangs vorzugsweise Uhren aus der Scuba-Linie, nach und nach alles, was schön war oder ein besonders ausgefallenes Design hatte, manchmal drei oder vier Uhren auf einmal: „Ich habe sämtliche Uhrenläden besucht, an denen ich vorbeikam.“

Das sei schon recht kostspielig gewesen, 50 bis 60 D-Mark kosteten die Teile zuerst, später stiegen die Preise, dann mussten 100 oder auch 120 oder 140 D-Mark auf den Ladentisch gelegt werden.

In diesen Von-Bis-Größenordnungen bewegen sich die Preise für neue Modelle auch heutzutage, allerdings steht jetzt „Euro“ hinter der Zahl.

82 Swatch-Uhren enthält die Sammlung von Ronny Kastner, alle in kleinen Sammelvitrinen, mit Zertifikat und Originalverpackung und ganz und gar unversehrt, weil ungetragen – denn der Mann mit dem Uhren-Tick trägt selbst gar keine Uhr.

Die Sammlung will er nun verkaufen, vor etwa zehn Jahren ließ seine Sammelleidenschaft nach: „Da fand ich, dass es nicht mehr so schöne Modelle gab, hatte dann selbst auch keine rechte Freude mehr daran.“

Aber für die Einlagerung seien die schönen Stücke auch zu schade: „Auch wenn man sehr an vielen Erinnerungsstücken hängt – irgendwann muss man beginnen, sich davon zu trennen.“

Interessenten für die Sammlung, die nur komplett abgegeben werden soll, können sich unter Tel. 01 51/ 50 41 78 24 mit Ronny Kastner in Verbindung setzen. (pcj)

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