Mit farbenfrohem grafischem Erscheinungsbild wollen die Festplaner Lust auf Kassels 1100-Jahr-Feier machen

Knallbunte Jubiläums-Wegweiser

Symbole und Stadtteil-Puzzle: Prof. Bernhard Stein (links) hat das grafische Erscheinungsbild zur 1100-Jahr-Feier entworfen. Außerdem im Bild: Carina Mihr vom Organisationsbüro Kassel 1100 und Oberbürgermeister Bertram Hilgen bei der Vorstellung des Werbekonzepts im Rathaus. Foto: Schwarz

Kassel. Bunte, einprägsame kleine Bildsymbole werden ab nächster Woche überall im Stadtbild auftauchen und für Kassels 1100-Jahr-Feier werben.

Sie sehen aus wie die App-Bildchen auf Mobiltelefonen und gehören zum Konzept eines einheitlichen Erscheinungsbildes, mit dem die Stadt ab sofort die Planungen für ihr großes Fest werbewirksam bekannt machen will.

In gleicher Farbigkeit wie die Symbole fügen sich Kassels 23 Stadtteile in der Form eines Puzzle-Reliefs zusammen, das als Ganzes oder in Teilen ebenfalls immer wieder Verwendung bei den Jubiläums-Aktivitäten finden soll. Der Entwickler des Erscheinungsbildes, Prof. Bernhard Stein von der Kunsthochschule Kassel, stellte die Entwürfe am Dienstag vor etwa 50 Jubiläums-Projektpartnern im Rathaus vor.

Offene Bild- und Farbenwelt

Stein sprach von einer „offenen Bild- und Farbenwelt“, die vieles möglich mache und nach Bedarf erweiterbar sei. Die bunten Symbole seien inspiriert worden von den mittlerweile 100 offiziellen Programmbeiträgen, die sich Kasseler fürs große Fest bereits ausgedacht haben. Sobald weitere Ideen und Aktivitäten hinzukommen, könnten sie durch zusätzliche Bildchen in gleichem Design symbolisiert werden, erläuterte der Professor für visuelle Kommunikation. Neben der Verwendung auf Drucksachen aller Art seien viele Einsatzmöglichkeiten denkbar: Aus dem Stadtteile-Relief könnten etwa tatsächliche Puzzles gefertigt werden, und die Symbolbildchen wie auch die Stadtteil-Umrisse mit jeweils charakteristischer Form würden sich zur Herstellung von Ansteckern eignen.

Oberbürgermeister Bertram Hilgen sagte, das grafische Erscheinungsbild sei einerseits „aus einem Guss“, andererseits aber ebenso offen und vielschichtig, wie die Feierlichkeiten unter Einbeziehung möglichst vieler Kasseler vorbereitet werden. Hilgen kündigte an, ab Anfang kommender Woche würden überall im Stadtgebiet die ersten Jubiläums-Plakate in neuer Gestaltung ausgehängt – einerseits, damit die Kasseler schnell mit den bunten Symbolen vertraut werden. Und zweitens, um die Zielgerade auf dem Weg zur 1100-Jahr-Feier einzuläuten: Da die Urkunde mit der erstmaligen Erwähnung Kassels vom 18. Februar 913 datiert, brechen am kommenden Wochenende die letzten zwölf Monate vor dem großen Stadtjubiläum an.

Regeln sind nötig

Neben dem Organisationsbüro Kassel 1100 im Rathaus sind es vor allem die Initiatoren und Paten einzelner Fest-Aktivitäten, die mit dem Baukasten bunter Symbole arbeiten sollen. Die Verwendung der Bildchen sei allerdings nicht beliebig, sondern bedürfe schon gewisser Regeln, erläuterte Prof. Stein, als bei der Präsentationsrunde im Rathaus erste Absprachen dazu getroffen wurden. Demnach soll das Organisationsbüro Kassel 1100 stets einen Blick darauf haben, wo und für welche Aktivitäten die Symbole jeweils zum Einsatz kommen. Nach den Worten des Entwicklers lautet die Devise: „Nicht einfach nehmen, sondern vorher absprechen.“

Von Axel Schwarz

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