Kosten werden auf 750 000 Euro geschätzt – 40 Prozent müssen Anwohner bezahlen

Knallhütter Straße wird saniert

Wird erneuert: Die Knallhütter Straße im Stadtteil Niederzwehren. Foto:  Kothe

Niederzwehren. Mit großem Interesse haben Kommunalpolitiker und Bürger sich über die geplante Sanierung der Knallhütter Straße informiert. Katrin Steffek vom Straßenverkehrs- und Tiefbauamt stellte das Bauvorhaben jetzt in der Sitzung des Ortsbeirats Niederzwehren vor.

Geplant ist die grundhafte Erneuerung im Abschnitt Im Ährenfeld bis Wintertalstraße. Baustart ist voraussichtlich im Frühjahr 2014. „Die Fahrbahn und mehrere Gehweg- sowie Schrammbordabschnitte befinden sich in einem sehr schlechten Zustand, die Oberflächen sind rissig und größtenteils zerstört“, sagte Steffek. Eine Sanierung der Oberflächen reiche nicht mehr aus.

Der Ausbau wird Veränderungen mit sich bringen. Das heißt: Der Gehweg, der zum Teil nur eine Breite von 1,15 Meter hat, wird durchgängig auf 1,50 Meter verbreitert. Der Schrammbord, der eine Breite von bis zu einem Meter und deshalb als Gehweg genutzt wird, soll künftig einen halben Meter breit sein. „Die Straßenbreite von 5,50 Meter bleibt erhalten“, erklärte Steffek. Im Rahmen des Bauvorhabens werde auch die Straßenbeleuchtung modernisiert.

Die Kosten für das Bauvorhaben werden auf rund 750 000 Euro geschätzt. Der Knackpunkt für die Bürger: Bei einer grundhaften Erneuerung trägt 60 Prozent der Kosten die Stadt Kassel, 40 Prozent werden auf die Anwohner umgelegt. Die Kosten werden nach der Grundfläche berechnet. Betroffen sind rund 60 Grundstücke.

Allerdings seien die Angaben noch sehr vage, wie hoch die Kosten für sie sind und wann sie ihnen in Rechnung gestellt werden, kritisierten die Betroffenen. „Es ist doch selbstverständlich, das die Anwohner die Kosten differenziert und auch rechtzeitig wissen möchten“, sagte Ortsvorsteher Harald Böttger (SPD). Laut Steffek ist das abhängig davon, wie hoch die Summe ist, mit der die Städtischen Werke am Bauvorhaben beteiligt sind. Diese Beteiligung könnte die Gesamtkosten reduzieren. Zu den Kosten pro Quadratmeter machte sie keine exakten Angaben.

Ortsvorsteher Böttger kritisierte auch, dass zurzeit nicht geplant ist, die beiden Haltestellen der Buslinie 21 „Knallhütter Straße“ und „Eckhardsborn“ barrierefrei auszubauen. Der Ortsbeirat will deshalb das Gespräch mit der KVG suchen.

Archivfoto:  nh

Von Helga Kristina Kothe

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