Neues Leben im ehemaligen "Bei Unz"

Vom Traumschiff ins Nachtleben: Neue Bar in Kassel öffnet bald - Betreiber gewinnt damit eine Wette

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Macht alles neu im ehemaligen „Bei Unz“: Der gelernte Tischler Nick Polpitz in seiner „Lantern-Bar“ in der Wilhelmshöher Allee.

Früher war Nick Polpitz Barkeeper auf Traumschiffen wie der MS Deutschland. Nun eröffnet er in Kassel eine neue Bar. Damit könnte er eine ungewöhnliche Wette gewinnen.

Dass an der Wilhelmshöher Allee bald die „Lantern-Bar“ mit exklusiven Cocktails eröffnet, liegt auch am siebenjährigen Colin. In den vergangenen Wochen nahm der neue Betreiber Nick Polpitz seinen Sohn häufiger mit in die Bar, die noch eine Baustelle ist. 

Colin gefiel der zweigeschossige Raum, in dem einige Windlichter standen, so gut, dass er fragte: „Papa, können wir morgen wieder in den Lampenladen?“ Nun nennt Polpitz sein neues Baby an der Grenze zwischen Vorderem Westen und Wehlheiden eben „Lantern-Bar“ – nach dem englischen Begriff für Laterne. 

Die "Lantern Bar" macht ihrem Namen alle Ehre

Der Name passt schon deshalb, weil in der stilvoll eingerichteten Bar zahlreiche Lampen von der Decke hängen. Die „Lantern-Bar“ im ehemaligen „Bei Unz“ neben dem Restaurant „Eigenart“ soll aber auch ein neues Licht im Kasseler Nachtleben sein.

Lantern Bar will exklusiven Genuss bieten

„Auf der Friedrich-Ebert-Straße tummeln sich die Läden. Nun wird es Zeit, dass man die Ecke hier wieder aufmöbelt“, sagt Polpitz. Das hatten dort nach dem Ende der Schwulen- und Lesben-Bar „Queerbeet“ schon die Betreiber des „Bei Unz“ versucht. Doch Hot Dogs und Hip-Hop-DJs brachten keinen Erfolg. In der „Lantern-Bar“ soll hingegen der exklusive Genuss im Vordergrund stehen. Einer der teureren Cocktails kann hier schon mal 40 Euro kosten. 

Es wird Türsteher geben und die einst legendäre Anjola-Brause, die auch dank Mix-Getränken wieder Kult werden soll. Dazu wird ein Südstaatensound aus Swing, Jazz und Dixie laufen. Mittwochs und donnerstags will Polpitz Tastings und Schulungen veranstalten.

Mit der Bar erfüllt sich der 40-Jährige einen Traum

Einen Großteil seines Lebens hat er auf Traumschiffen verbracht. Zehn Jahre arbeitete er als Barkeeper und Manager auf Kreuzfahrtdampfern wie der Aida und MS Deutschland. Polpitz reiste um die ganze Welt und feierte nach Dienstschluss an Deck mit Stars wie Olli Dittrich und Coldplay.

In Nordhessen, wo er aufwuchs, vermisst er nun manchmal das Meer. Schon als Internatsschüler in Papenburg hatte er die großen Schiffe bewundert, die dort vom Stapel liefen. Später machte er eine Tischlerausbildung, ehe er in den Kasseler Läden „A7“ und „Foster’s Garden“ sowie in Rostock zum Barkeeper wurde.

Allerinerziehender Vater und geprüfter Barmeister

Er kennt unzählige Rezepte und kann Flaschen durch die Luft werfen wie Tom Cruise in „Cocktail“. Heute ist der alleinerziehende Vater geprüfter Barmeister – ein Titel, den die IHK vergibt. Und als Gründer der Onlineschule „Creative Shake“ hat er Hunderte zum Barkeeper ausgebildet.

Wette um die Bareröffnung

Wenn voraussichtlich am 18. Oktober die „Lantern-Bar“ öffnet, wird sich ein Kumpel ärgern. Der hat vor einiger Zeit mit Polpitz gewettet, dass er es nicht schafft, eine eigene Bar zu eröffnen. Der Einsatz: eine Flasche Ruinart-Champagner.

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