Analyse kann bis zu zwei Wochen dauern

Knochenfund am Jungfernkopf: Kripo setzt auf DNA

Kassel. Die Identität der toten Frau, die am Mittwoch auf dem Gelände einer ehemaligen Gärtnerei im Stadtteil Jungfernkopf gefunden wurde, steht noch nicht fest. Die Ermittler des Kommissariats K 11 der Kasseler Kripo setzen jetzt alle Hoffnung auf einen möglichen DNA-Abgleich.

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Mit der Untersuchung ist das gerichtsmedizinische Institut der Universität Gießen beauftragt worden. Prof. Marcel Verhoff, der auch die Liegedauer der im Jahr 2008 auf dem Uni-Gelände gefundenen 60 Skelette bestimmt hat, wird die Knochen auf DNA untersuchen.

Parallel zu dieser Untersuchung der Knochen wird auch die DNA noch vermisster Frauen erhoben, sagt Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch. In den zurückliegenden Vermisstenfällen wurden persönliche Gegenstände asserviert, die nun eine DNA-Untersuchung und den anschließenden Abgleich mit der erhobenen DNA der Knochenfunde ermöglichen. Das Ergebnis dieser Untersuchungen werde aber erst in etwa zehn bis 14 Tagen vorliegen.

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Arbeiter hatten Mitte der Woche bei Rodungsarbeiten auf einem sehr großen, total verwilderten und zugewachsenen Grundstück total skelettierte menschliche Knochen und einen Schädel gefunden und die Polizei informiert.

Radio-Interview mit Polizeisprecher Jungnitsch

Erste Analysen der Gerichtsmedizin besagen, dass es sich um Gebeine einer zum Zeitpunkt des Todes bereits erwachsenen Frau handelt. Eine Eingrenzung des Alters konnte bislang nicht erfolgen. Die Liegezeit in dem Gebüsch soll bei günstigsten Bedingungen mindestens zwei Jahre, eher deutlich länger sein.

Die bisherigen Untersuchungen am Fundort und die Ermittlungen hätten bislang keinerlei Anhaltspunkte für ein Verbrechen ergeben.

Die Beamten der Kasseler Kripo gehen derzeit eher davon aus, dass es sich bei den Knochenfunden um die Gebeine einer seit mehreren Jahren vermissten Frau handelt. Allein im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Nordhessen gibt es noch 14 vermisste Frauen, fünf davon in Stadt und Landkreis Kassel. In Kassel liegt der jüngste der möglicherweise passenden Vermisstenfälle bereits sechs Jahre (aus dem Jahr 2006) zurück, der älteste schon 33 Jahre (1979). (use)

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