Knöllchen für Schwanenwiese-Parker - Stadt: Kontrolle muss sein

Kassel. 30.000 Menschen feierten am vergangenen Wochenende das Open-Air-Konzert vor der Orangerie. Die Stimmung war einmalig, die Veranstaltung lief beinahe reibungslos. Ärger gab es allerdings für einige Besucher, die auf der Schwanenwiese geparkt hatten.

Fast alles hat gut geklappt beim großen HNA-Open-Air-Konzert vor der Orangerie - auch die Zusammenarbeit zwischen den

Lesen Sie auch

Open-Air: Eine traumhafte Nacht mit 30.000 Besuchern

Veranstaltern und dem Ordnungsamt. Einige Besucher haben sich im Nachhinein aber beschwert, dass die Schwanenwiese nicht zum Parken freigegeben war.

Impressionen von HNA-Open-Air

Weil sie ihre Autos trotzdem dort abstellten, gab es Knöllchen. Dazu drei Fragen an Axel Heiser, den Leiter des Ordnungsamtes:

Warum war die Schwanenwiese nicht zum Parken freigegeben?

Axel Heiser: Die Schwanenwiese ist kein Parkplatz, sondern ein Platz für Messen sowie andere Veranstaltungen dieser Art und entsprechend ausgebaut. In diesem Bereich und in räumlicher Nähe befindet sich der Parkplatz „Leistersche Wiese“.

Impressionen vom HNA-Open-Air, Teil III

Wäre es nicht sinnvoll gewesen, aufgrund der erwartbaren Besucherzahl die Schwanenwiese freizugeben?

Heiser: Es gibt bei Großveranstaltungen seit längerer Zeit umfangreiche Beschwerden von Bürgern aus den Wohngebieten Unterneustadt/Blücherviertel, Südstadt bis hin zur Stadtmitte/Innenstadt, bei denen Bewohnerparkplätze, Gehwege, Behindertenparkplätze, Feuerwehrzufahrten und Haltverbote zugeparkt werden. Insofern besteht schon seitens der Bürger eine klare Erwartungshaltung, dass die Ordnungsbehörde einschreitet.

Hätte man aufgrund der vielen Besucher in der Stadt am Samstagabend nicht auf das Verteilen von Knöllchen verzichten können?

Heiser: Ordnungsbehörden sind dem Gesetz unterworfen, sie können nicht nach Stimmungslagen handeln. Kontrolliert wird bei jeder Großveranstaltung, sei es beim Zissel, der Wehlheider Kirmes, dem Kulturzelt, Open-Air-Konzerten oder dem Marathon. Würde die Stadt untätig bleiben, wäre dies den betroffenen Bewohnern der Wohngebiete nicht zu vermitteln. Zudem wäre es ein faktisches Außerkraftsetzen der Regeln der Straßenverkehrsordnung. Folgten wir der Auffassung, dass bei einer erhöhten Zahl von Besuchern der Stadt keine Verwarnungsgelder zu erheben sind, müsste auch für die Dauer der documenta das Verwarnen von Verkehrsteilnehmern eingestellt werden. (hai)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.