Start für September geplant

Königs-Galerie richtet Kinderbetreuung für Stadtbesucher ein

Hier entsteht die Rezeption der künftigen „Kidszone“: (Von links) Galeriemanager Heinz Schäffer, Alexander Wild (City-Kaufleute) sowie Dima Barghout und Arras Marika vom Betreuungsträger IGBS.
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Hier entsteht die Rezeption der künftigen „Kidszone“: (Von links) Galeriemanager Heinz Schäffer, Alexander Wild (City-Kaufleute) sowie Dima Barghout und Arras Marika vom Betreuungsträger IGBS.

In Kassel Innenstadt können Einkaufsbummler und Beschäftigte künftig stundenweise ihre Kinder betreuen lassen. In der Königs-Galerie wird ein solches Angebot geschaffen.

Kassel – Mitten in Kassels Innenstadt können Eltern demnächst ihre Kinder stundenweise in eine Betreuung geben, wenn sie in Ruhe einkaufen wollen oder wenn zum Beispiel Beschäftigte von Innenstadtfirmen einmal ein akutes Betreuungsproblem für ihren Nachwuchs haben. In der Königs-Galerie laufen die Vorbereitungen für das neue Angebot namens Kidszone Kassel, das im September starten soll.

Dafür werden zurzeit die ehemaligen Räumlichkeiten eines Friseursalons kindgerecht hergerichtet. Auf der oberen Galerieebene wird man in einen Rezeptionsbereich gelangen, wo die jungen Betreuungsgäste im Alter von drei bis neun Jahren eingecheckt werden können.

Eine Innentreppe höher, abgeschirmt von Schaufensterblicken, können dann bis zu 25 Kinder gleichzeitig auf 170 Quadratmetern in der Obhut von drei Erziehungsfachkräften spielen, basteln, malen oder Vorlesegeschichten hören.

Organisiert wird die Betreuung vom Kasseler Bildungsträger Indimaj Gesellschaft für Bildung & Soziales (IGBS). Der gemeinnützige Verein mit etwa 40 Mitarbeitern arbeitet seit 2016 mit regionalen Jobcentern in der Eingliederungshilfe und mit Jugendämtern in der ambulanten Kinder- und Jugendhilfe zusammen. Bei dem Vorhaben in der Königs-Galerie sei auch die städtische Kita-Aufsicht beratend involviert, sagt IGBS-Geschäftsführer Arras Marika.

Mit einer herkömmlichen Kita ist das Projekt Kidszone nach seinen Worten allerdings nicht zu vergleichen. Denn das Angebot ist nicht auf täglich regelmäßige, sondern auf stundenweise Betreuung angelegt. Da es hier keine Beitragssubventionen gibt, muss es sich rein über die Betreuungspreise finanzieren. Die betragen rund sieben Euro je Stunde in der Regel für maximal drei Stunden, Geschwisterkinder erhalten 50 Prozent Rabatt.

Laut Marika wird es nach Absprache aber möglich sein, ein Kind bei besonderen Betreuungsnotlagen auch für einen gewissen Zeitraum täglich zu bringen – was das dann kostet, müsse man individuell schauen.

Auch von den Öffnungszeiten her unterscheidet sich das Angebot stark von herkömmlichen Betreuungseinrichtungen. Die Kidszone wird rund ums Jahr geöffnet sein, und zwar montags bis samstags jeweils von 10 bis 19 Uhr. Dima Barghout von IGBS hebt hervor, dass die Kinder nicht bloß bespaßt, sondern von ausgebildetem Fachpersonal betreut würden.

Die Königs-Galerie habe schon länger die Überlegung gehabt, sich mit einem Kinderbetreuungsangebot bei einer jüngeren Zielgruppe zu empfehlen, sagte Galeriemanager Heinz Schäffer. Er wisse aus eigenem Erleben auch um die Probleme von in der City beschäftigten Eltern, die dort häufig nur stundenweise arbeiten und denen plötzlich die Tagesmutter krank geworden sei. Auf Vermittlung durch City-Kaufleute-Chef Alexander Wild sei man sich mit dem Betreuungsanbieter IGBS binnen weniger Wochen handelseinig geworden – ein Test, mit dem Erfahrungen gesammelt und der Bedarf in der Innenstadt erkundet werden soll, wie die Beteiligten betonten.

Für den Fall entsprechender Nachfrage hat Schäffer vorsorglich eine noch mal so große Fläche direkt angrenzend an den entstehenden Kinderbereich frei gehalten. „Wir sind vorbereitet“, sagte der Galeriemanager. (Axel Schwarz)

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