Bagger stehen noch immer

Neubau für Peek & Cloppenburg: Baustelle macht große Probleme

Kassel. Die Bauarbeiten für das Modehaus Peek & Cloppenburg (P & C) am Königsplatz haben nun auch das benachbarte Kaskade-Kino und das Café Nr.1 in Mitleidenschaft gezogen. Unter anderem hat sich Zement, der zur Stabilisierung der Fundamente unter das Gebäude gepresst wurde, durch den Fußboden im Kinosaal nach oben gedrückt.

In dem Café weist eine Wand deutliche Risse auf. „Die stehen in direktem Zusammenhang mit der Baustelle“, sagt die Kasseler Architektin Cornelia Issmer-Pfromm.

Sie ist für den Eigentümer des Gebäudes mit dem denkmalgeschützten Kaskade-Kino tätig, die Aachener Grundvermögen in Köln. Welches Ausmaß die Schäden haben, lässt sich nach ihren Angaben noch nicht endgültig sagen.

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Die Bauarbeiten sind extrem schwierig. Seit Wochen geht es auf der Baustelle kaum voran, die Ausschachtungsarbeiten ruhen. Ingenieure und Statiker stehen angesichts der schwierigen Bodenverhältnisse mit aufsteigendem Grundwasser vor enormen Herausforderungen. Sie seien an ihre methodischen Grenzen gestoßen und müssten nach neuen Lösungen suchen, sagt der Leiter des Amtes für Stadtplanung und Bauaufsicht, Heinz Spangenberg.

Er spricht von einer schwierigen und hochkomplexen Baustelle. Er sei aber sicher, dass die Probleme gelöst würden. Die Berliner Bauwert Investment Group, die den Neubau am Standort des abgerissenen Henschelhauses für P & C errichtet, will 29 Millionen Euro investieren. Allerdings hinken die Arbeiten dem Zeitplan hinterher. Danach sollte der Neubau im Spätsommer 2011 fertig sein.

Fotos: Das sind die Schäden im Kaskadekino

Wegen Königsplatz-Baustelle: Das sind die Schäden im Kaskadekino

Schäden im Kaskadekino: Die Bauarbeiten für das Modehaus Peek & Cloppenburg (P & C) am Königsplatz haben nun auch das benachbarte Kaskade-Kino und das Café Nr.1 in Mitleidenschaft gezogen. Unter anderem hat sich Zement, der zur Stabilisierung der Fundamente unter das Gebäude gepresst wurde, durch den Fußboden im Kinosaal nach oben gedrückt. Wir haben einige Schäden dokumentiert.
Schäden im denkmalgeschützten Kaskadekino: Vor der Bühne hat sich Betonschlamm gesammelt. © Baus/nh
Schäden im denkmalgeschützten Kaskadekino: Deutlich zu erkennen ist, wie die Wand sich wölbt. © Baus/nh
Schäden im denkmalgeschützten Kaskadekino: Wasserschaden vor der Bühne. © Baus/nh
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Schäden im denkmalgeschützten Kaskadekino: Hier sieht man Risse in der Decke beim Hintereingang. © Baus/nh
Schäden im denkmalgeschützten Kaskadekino: Hier sieht man Deckenrisse am Hintereingang. © Baus/nh
Schäden im Kaskadekino: Die Decke des denkmalgeschützten Gebäudes muss mittlerweile gestützt werden. © Baus/nh
Schäden im denkmalgeschützten Kaskadekino: Hier sieht man die Schäden am Fußboden. © Baus/nh
Schäden im denkmalgeschützten Kaskadekino: Deutlich zu erkennen ist, wie die Wand sich wölbt. © Baus/nh
Schäden im denkmalgeschützten Kaskadekino:  an dieser Stelle ist eine Spanplattenverkleidung gerissen. © Baus/nh
Schäden im denkmalgeschützten Kaskadekino: Im Fußboden ist ein Loch entstanden. © Baus/nh
Schäden im denkmalgeschützten Kaskadekino: Zu sehen: Ein Riss im Handlauf. © Baus/nh
Schäden im denkmalgeschützten Kaskadekino: Risse in der Außenwand © Baus/nh
Schäden im denkmalgeschützten Kaskadekino: An dieser Stelle wurde ein Loch gebohrt, um die Wanddicke zu ermitteln. © Baus/nh

Um Setzungen und Erschütterungen anzuzeigen, wurden laut Spangenberg 60 Messstellen rund um die Baustelle installiert. Erst wenn der Prüfstatiker dieses Messsystem freigegeben habe, dürften die Bagger tiefer graben. Die Baugrube soll zwölf Meter tief ausgehoben werden. Noch fehlen fünf Meter.

Mehr dazu lesen Sie in der HNA vom Donnerstag.

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