Vorsitzender der City-Kaufleute: Sanierung geht nicht weit genug

Geplanter Umbau der Königsstraße: Kritiker enttäuscht von Plänen

Kassel. Die Sanierungspläne für die Königsstraße rufen Kritiker auf den Plan. Einigen Innenstadthändlern geht das im Juli beginnende Umbauvorhaben nicht weit genug.

Gerhard Jochinger, Vorsitzender der City-Kaufleute und Betreiber der Königs-Galerie, ist besonders enttäuscht. Im HNA-Gespräch prognostiziert er, dass nach Abschluss des Fünf-Millionen-Projekts im Jahr 2019 die Anziehungskraft der Innenstadt nicht steigen werde. Er schlägt daher ein attraktives Beleuchtungskonzept vor.

„Sicherlich ist die Neugestaltung kein Meilenstein, aber viele sind froh, dass überhaupt etwas passiert“, beschreibt Petra Feist-Dietrich, Sprecherin der City-Kaufleute, die Stimmung unter den Händlern. Mit fünf Mio. Euro, die die Stadt auf der Strecke zwischen Stern und Rathaus investieren wolle, lasse sich nur begrenzt etwas bewegen. Mit der Entscheidung der Stadt für den Verbleib der Straßenbahn in der Königsstraße sei der Gestaltungsspielraum zudem beschränkt.

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„Unter den Kaufleuten gibt es eine geteilte Meinung darüber, ob die Bahnen in der Stadt bleiben sollten. Es gibt auch Zwischentöne: So sind einige für eine Ausdünnung der Verbindungen“, sagt Feist-Dietrich. Wie die HNA berichtete, rollen werktags 1000 Bahnen durch die City.

Jochinger hatte bereits vor Jahren die straßenbahnfreie Königsstraße gefordert. Mit dem Umbau ist diese Option für die nächsten Jahrzehnte ausgeschlossen. Weil er als Anlieger an den Baukosten beteiligt werde, habe er sich eine weitergehende Aufwertung der Flaniermeile gewünscht, so Jochinger. „Ich habe wenig Lust, das Geld nur für Kanäle und ein mausgraues Straßenpflaster auszugeben.“

Die Sanierung beschränkt sich im Wesentlichen auf den Austausch der Kanäle und Leitungen sowie die Erneuerung des Pflasters und der Beleuchtung. Bei den inzwischen fast abgeschlossenen Planungen hatte die Stadt die Bürger eingebunden.

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In der gedruckten Ausgabe lesen Sie außerdem:

- „Licht ist die einzige Chance“ - Ein Interview mit City-Kaufleute-Vorsitzender Jochinger

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