Modernisierungsplan für Königsstraße: Kein radikaler Umbau

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Facelifting statt radikalem Umbau: Die Veränderungen, die der Umbau der Unteren und Oberen Königsstraße mit sich bringen soll, sind erst auf den zweiten Blick zu erkennen.

Kassel. Nun steht fest, wie die Königsstraße ab 2019 aussehen wird. Am Dienstagabend wurden im Rathaus die Ergebnisse der Planung und Bürgerbeteiligung im Rathaus vorgestellt. Etwa 70 Teilnehmer waren zum Termin anwesend.

Die sichtbaren Veränderungen der im Juli beginnenden Modernisierung der Einkaufsmeile sind aber erst auf den zweiten Blick zu erkennen. Die Gesamtkosten des Umbaus liegen bei fünf Mio. Euro.

Was sich ändert:

•  Die grünen „Bischofsstab“-Laternen verschwinden. Sie werden durch eine Hängebeleuchtung ersetzt. Durch diese soll der Straßenraum besser ausgeleuchtet werden und die Laternen sollen als Hindernisse verschwinden.

•  Das bestehende Pflaster wird durch ein einheitliches, parkettartiges Pflaster in unterschiedlichen Grautönen ersetzt. Königs- und Opernplatz sind von der Modernisierung ausgenommen.

•  An der Unteren Königsstraße wird im Bereich zwischen Stern und Königsplatz eine Baumreihe gepflanzt. Diese Bäume sollen von unten angestrahlt werden können.

•  Der Baumhain zwischen Königsstraße und Friedrichsplatz (neben dem Café Alex) wird umgestaltet. Die Bäume werden weiter in Richtung Straßenbahngleise versetzt. Auf diese Weise soll in dem Bereich ein Allee-Charakter entstehen.

•  Einzelne Bänke sollen aufgestellt werden. Es sollen einheitlich gestaltete Mülleimer und Fahrradständer aufgestellt werden - aber so, dass sie nicht als Hindernisse für Fußgänger wirken.

•  Für die Bevölkerung später nicht sichtbar: Neue Versorgungsleitungen werden im Boden verlegt.

Wie der Umbau läuft:

•  Der Umbau startet offiziell erst im Juli auf der Unteren Königsstraße im Abschnitt zwischen Stern und Königsplatz. Bereits jetzt laufen dort aber erste Vorarbeiten von Kasselwasser und Städtischen Werken. In der ersten Phase werden die Versorgungsleitungen erneuert. 2016 wird das neue Pflaster verlegt.

• Die Gleisbereiche werden aus Kostengründen nicht erneuert, da die Gleise noch zehn Jahre halten. Erst dann soll auch zwischen den Gleisen die Pflasterung der neuen Gestaltung angepasst werden.

• Die Umgestaltung des unteren Teils soll rechtzeitig vor der documenta 2017 fertig sein. Der weitere Abschnitt der Unteren Königsstraße zwischen Stern und Holländischer Platz ist nicht Bestandteil der Modernisierung.

•  Für Jugendliche werden Liegedecks geschaffen, für Kinder werden Spielgeräte aufgestellt. Dies passiert beides in den Bereichen neben dem Café Alex, an der Einmündung zur Hedwigstraße und am Druselturm.

•  2018 beginnt dann der Umbau der Oberen Königsstraße (Königsplatz bis Fünffensterstraße), der bis 2019 abgeschlossen sein soll. Die Stadt verspricht trotz der Bauarbeiten eine gute Erreichbarkeit der Geschäfte.

Was die Kasseler sagen:

Bei der Präsentation der Pläne am Dienstagabend, die nun so gut wie abgeschlossen sind, meldeten sich einige Kasseler zu Wort.

•  Gerhard Jochinger, Vorsitzender der City Kaufleute, hätte sich ein anderes Straßenpflaster mit Streifen gewünscht. Zudem plädiert er für eine Event-Beleuchtung - etwa für einzelne Fassaden. Stadtbaurat Christof Nolda sagte ihm zu, in einem zweiten Schritt daran gemeinsam mit Hauseigentümern arbeiten zu wollen.

•  Mehrere Geschäftsleute und Bürger forderten eine bessere Reinigung der Königsstraße. Es gebe Probleme mit Vogelkot und arglos weggeworfenem Müll. Der neue Belag soll aber eine Beschichtung haben, die seine Reinigung einfacher macht.

• Martin Schüller, Geschäftsführer des Einzelhandelsverbandes Hessen-Nord, hätte sich gewünscht, dass auch der Platz direkt vor dem Rathaus mit dem neuen Pflaster versehen wird. Dafür sei aktuell kein Geld da, sagte Nolda.

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