Der Weihnachtsmarkt war am Wochenende gut besucht

Schausteller auf Kasseler Weihnachtsmarkt: „Kommen mit blauem Auge davon“

Verkauft sein 25 Jahren sein Kunsthandwerk auf dem Weihnachtsmarkt: Holzschnitzer Konrad Bachmann aus Südtirol.
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Verkauft sein 25 Jahren sein Kunsthandwerk auf dem Weihnachtsmarkt: Holzschnitzer Konrad Bachmann aus Südtirol.

Der Kasseler Weihnachtsmarkt war am zweiten Adventswochenende gut besucht.

Kassel – „Wir kommen mit einem blauen Auge davon“, sagt Konrad Bachmann am Samstagnachmittag. In seiner Holzschnitzerei auf dem Königsplatz herrscht reger Betrieb. Die Menschen interessieren sich für die handgeschnitzten Krippen, Figuren und andere Weihnachtsartikel aus Holz.

„Die Leute freuen sich, dass wir wieder da sind. Trotz der Umstände“, sagt der Holzschnitzer aus Olang in Südtirol, der bereits seit 25 Jahren auf dem Kasseler Weihnachtsmarkt vertreten ist. In den letzten drei Tagen habe das Geschäft wieder angezogen. Bachmann hat in diesem Jahr die Erfahrung gemacht, dass seine Stammkunden gezielt in den Morgenstunden kommen, wenn noch nicht so viel los ist.

Am Samstagnachmittag ist der Weihnachtsmarkt gut gefüllt. Darüber freut sich auch Andrea Behrens von Kassel Marketing, Veranstalter des Marktes. Sie ist auch froh darüber, dass sich das Gros der Besucher an die Regeln hält. Die Leute zeigen Verständnis dafür, dass sie an den Eingängen zu den 2G-Bereichen ihren Impfnachweis und Ausweis vorlegen müssen. Die Mitarbeiter des Sicherheitsunternehmens Protex tragen durch ihre unaufgeregte und freundliche, aber dennoch bestimmte Art dazu bei, dass es an den Kontrollstellen entspannt bleibt.

Sie nehmen auch Wartezeiten in Kauf, wenn ein 2G-Bereich voll ist. Wie zum Beispiel auf dem Florentiner Platz. Der „Julemarked“, den dort Frank Marth und Line Umbach erstmals betreiben, hat sich zu einem beliebten Treffpunkt etabliert. Behrens ist über dieses Angebot begeistert. Auch im kommenden Jahr soll der Florentiner Platz deshalb wieder bespielt werden.

Neu ist auch ein weiteres Angebot von Denise Seeger, Geschäftsführerin der Almhütte. Im Kartoffelhaus auf dem Königsplatz bietet sie nun auch regionale Produkte an: Von der Ahlen Wurscht, über Stadthonig, documenta-Bier bis hin zu Apfelchips. „Das ist aus der Region für die Region“, sagt Seeger. Ihrem Vater Hartmut Apel, der im März gestorben ist, hätten regionale Produkte immer sehr am Herzen gelegen, sagt die Geschäftsfrau. Der neue Stand sei daher auch eine Art Erinnerung an ihren Vater. (Ulrike Pflüger-Scherb)

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