Kommentar zur Armut in Kassel: Das Unsichtbare der Statistik

Kassel. Die Armut in Kassel wächst trotz guter Wirtschaftslage. Ein Kommentar von HNA-Redakteur Bastian Ludwig.

Vor wenigen Tagen feierten wir den historischen Tiefstand der Arbeitslosenquote in Kassel. Der Aufschwung in der Region trägt Früchte. Doch diese haben auch faule Stellen, die erst beim zweiten Blick sichtbar werden. Denn was die Statistik der Arbeitsagentur nicht abbildet, ist das wachsende Armutsproblem. Jährlich muss die Stadt mehr Geld ausgeben, damit die Mittellosen einigermaßen menschenwürdig leben können. Weil die Arbeitsvermittler diesen Personenkreis oft nicht in Lohn und Brot bringen können, taucht er in deren Zahlen nicht auf.

Auch sonst sind diese Menschen unsichtbar. Viele sind pflegebedürftig und können das Haus nicht mehr verlassen, andere sind finanziell nicht in der Lage, sich am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen.

Mit dem demografischen Wandel wird sich das Problem verschärfen. Während die Gefahr der Altersarmut steigt, sinkt die Zahl junger Menschen, die die Sozialleistungen tragen müssen. Deshalb macht es Hoffnung, dass derzeit mehr arbeitsfähige Kasseler einen Job finden.

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