Gute Azubis werden knapp

Kommentar zum Ausbildungsmarkt: Mehr Flexibilität

Kassel. In Stadt und Landkreis Kassel suchen derzeit 889 junge Menschen einen Ausbildungsplatz. Dennoch wird ein Teil der zurzeit 449 freien Stellen unbesetzt bleiben. José Pinto aus der HNA-Redaktion Kassel kommentiert dieses Problem.

Noch gibt es in Stadt und Kreis mehr Bewerber als Ausbildungsplätze. Aber die Situation dreht sich. In einigen Jahren dürften auch in Kassel und Speckgürtel die jungen Leute knapp werden - mit ungeahnten Folgen für die heimische Wirtschaft. Die wird über kurz oder lang nicht umhinkommen, Arbeitsbedingungen und Bezahlung zu verbessern. Nur wer seine Mitarbeiter ständig streichelt, wird dem Fachkräftemangel entrinnen.

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Aber noch ist es nicht so weit. Auch in diesem Jahr dürften junge Leute unversorgt bleiben. Nicht immer wegen mangelnder Qualifikation. Häufig auch, weil sie sträflich unflexibel sind. Ist es wirklich so schlimm, für drei Jahre den Wohnort zu wechseln? Klar ist es unbequem, von der großen Stadt mit all ihren Annehmlichkeiten aufs flache Land zu ziehen, den Komfort des Hotels Mama mit täglich frischen Mahlzeiten und Klamotten aufzugeben. Aber das sollte jedem eine gute Ausbildung wert sein. Hier sind auch die Eltern gefragt. Zu Hause zu bleiben und auf die Ideal-Lehrstelle um die Ecke zu spekulieren, ist keine gute Alternative.

E-Mail an den Autor: jop@hna.de

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