Weckruf für Handwerk, Industrie und Handel

Kommentar zum Ausbildungsmarkt in Kassel: Neue Wege in den Beruf

Kassel. Arbeitgeber suchen händeringend nach neuen Auszubildenden. Gleichzeitig finden viele Bewerber keine Ausbildungsstelle. Ein Kommentar zu dieser Situation von HNA-Redakteurin Anja Berens.

Die Binsenweisheit, dass es für jeden Topf einen passenden Deckel gibt, scheint auf den Lehrstellenmarkt nicht zuzutreffen: Da suchen einerseits Betriebe in Stadt und Kreis Kassel händeringend nach Nachwuchs, andererseits sind wenige Wochen vor dem Start des neuen Ausbildungsjahrs noch 1500 junge Menschen ohne Lehrstelle.

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Das hat viel mit hohen Erwartungen auf der einen und falschen Vorstellungen auf der anderen Seite zu tun. Trotz des offensichtlichen Bewerberüberhangs beklagen Betriebe zunehmend, keine geeigneten Azubis zu finden – auch, weil immer mehr junge Menschen auf weiterführende Schulen oder Studium setzen.

Die sich zuspitzende Situation muss ein Weckruf für Handwerk, Industrie und Handel in der Region sein: Es gilt, die Vorzüge einer Ausbildung stärker zu bewerben. Aber auch die Auswahlverfahren gehören dringend auf den Prüfstand: Ein Praxisanteil muss her. Denn ob ein Bewerber für einen Ausbildungsberuf geeignet ist, lässt sich nun mal nicht allein aus Zeugnisnoten ablesen.

E-Mail an die Autorin: abe@hna.de

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